1Kaugummi am Automaten ziehen

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Jeder, der in den 90ern groß geworden ist, wird lächeln bei dem Gedanken an diese wundervollen Automaten, in die eine Münze eingesteckt und dann ein Hebel gedreht werden musste, um an das ersehnte Naschwerk zu kommen. Kultig auch die Automaten, in denen Spielzeug und Ringe aus Plastik gezogen werden konnten. *Seufz*

2Im Lexikon nachschlagen

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Was ein Lexikon ist? Das ist das, was ganze Regalmeter gefüllt hat, bevor es Wikipedia und Google gegeben hat. Oft hatte es einen hochwertigen Einband und auch Edit-Wars blieben ihm normalerweise erspart. Nicht jeder konnte es sich leisten und wer nur mal kurz einen Begriff nachschlagen wollte, hat sich meistens für Stunden darin verloren.

3Den Hut ziehen

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Höchstens noch als Redewendung bekannt, war das einmal eine ganz normale Geste, um jemandem seinen Respekt zu zollen. Man grüßte so nicht nur die Bekannten und die Angebetete, sondern  auch Fremde, deren Rang man erkannte und zu würdigen wusste. Heute eher schwierig, wo die eh schon stillosen Jeans und T-Shirts langsam aber sicher von noch stilloseren Jogginganzügen abgelöst werden und sowieso keiner mehr Hut trägt.

4Einer Frau Feuer geben

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Welcher Mann erweist einer feuersuchenden Dame nicht gerne einen Dienst und zückt gelassen und souverän das Feuerzeug? Der kurze Moment, in dem sie stehen bleibt und uns dankbar ansieht, ist Lohn genug. Dumm nur, dass heutzutage alle dampfen oder gar nicht rauchen – niemand braucht noch Feuer und keiner hat welches dabei.

5Briefe schreiben

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Es gibt kaum etwas Persönlicheres, als von Hand einen Brief an die Herzensdame oder einen guten Freund zu schreiben. Die Handschrift, der Füllfederhalter, die Wahl des Papiers, der Duft – das alles hat Klasse und Stil, was gekritzelte Notizen und E-Mails wohl eher nicht von sich behaupten können.

6Pfeife oder Zigarre rauchen

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Wo unsere Großväter sich noch in die Einsamkeit begeben haben, um genussvolle Stunden mit einer guten Pfeife oder Zigarre zu verbringen, paffen wir auf die Schnelle zwischen Meeting und Work-Life-Balance an unserer E-Zigarette. Schade eigentlich.

7Schwarzen Kaffee trinken

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Echter schwarzer Kaffee. Echt jetzt, Junge. So schwarz wie unsere Seelen. Cappuccino, Chai Latte und der ganze andere Krempel ist doch eh nur für Soja-Sören und Beta-Björn, die kein echtes Aroma vertragen.

8Jemanden fragen, ob er zum Spielen rauskommt

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Hattet ihr auch diesen einen Kumpel, von dem ihr nur den bescheuerten Spitznamen kanntet und dessen Mutter ihr deshalb nicht fragen konntet, ob er rauskommt? Herzlichen Glückwunsch, ihr hattet eine glückliche Kindheit. Das waren noch Zeiten, so ganz ohne Mobiltelefone. Man musste sich an Absprachen halten und wenn man einfach so vorbei kam, konnte es passieren, dass der Kumpel gar nicht da war. Weltklasse.

9Einer Dame den Hof machen

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Wollte ein Mann damals ein Fräulein erobern, benötigte er Ansehen, Stil, Höflichkeit, gute Umgangsformen und Geduld. Heute braucht jeder nur noch zwei Wischer bei Tinder. Ihr könnt selber entscheiden, was ihr besser findet.

10Pünktlich sein

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Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da war es absolut verpönt, Termine abzusagen. Man hat Zusagen grundsätzlich eingehalten, weil man einen Ruf zu verlieren hatte. Es war selbstverständlich, dass man sich entschuldigte, wenn man doch mal zu spät kam. Glaubt ihr nicht? Klingt auch für uns zu schön um wahr zu sein.

11Einer Frau die Tür aufhalten

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Dazu müssen wir wohl nicht allzu viele Worte verlieren. Andererseits leben wir ja – mittlerweile – in Zeiten, in denen das in irgendeiner Art sexistisch sein könnte.

12Das Familiengrab besuchen

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Es kann nie falsch sein, an die zu denken, die dafür gesorgt haben, dass man überhaupt leben darf. Schließlich werden auch wir eines Tages diesen Weg gehen müssen – und dann wollen wir sicher nicht vergessen werden.

13Beten

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Da können Agnostiker und Atheisten sagen was sie wollen: Das stille Gebet hat etwas Demütiges, Würdevolles und Schönes. Wer betet, vertraut auf eine höhere Macht und sieht ein, dass er eben nicht alles alleine schafft. Was ihn wiederum nur noch stärker macht.

14Etwas auswendig lernen

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Niemand lernt mehr etwas auswendig, weil man alles im Zweifel per Google oder Wikipedia aufrufen kann. Früher hat man in der Grundschule noch die gesamte Weihnachtsgeschichte, dutzende Lieder und so manches Gedicht auswendig gelernt. Geschadet hat das sicher nicht, im Gegenteil!