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Fünf Nominierte gab es für die Grammy-Kategorie „Bestes Kinder-Album“. Drei von ihnen sind jetzt zurückgetreten. Ihre Begründung ist einen Preis in der Kategorie „Wokeste Gutmenschen-Aktion“ wert.

»Ich will einen Grammy, aber …«

Als der Musiker Alastair Moock hörte, wer mit ihm in der Grammy-Kategorie „Bestes Kinder-Album“ nominiert ist, wusste er sofort, dass er handeln musste. Unter den fünf Nominierten waren nämlich vier Männer und nur eine Frau. Und was noch schlimmer ist: alles Weiße!

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Will nicht gewinnen: Alastair Moock.
Mara Brod

Der Singer und Songwriter, der ein Album über berühmte Persönlichkeiten der US-Geschichte wie Martin Luther King und Rosa Parks gemacht hat, trat von der Nominierung zurück. Ihm folgten zwei der anderen Nominierten, die Okee Dokee Brothers und Dog on Fleas.

„Nach diesem Jahr ausschließlich Weiße zu nominieren erscheint mir wirklich dumm“, sagte Moocks. Er würde wirklich sehr gerne einen Grammy bekommen. „Aber ich will ihn nicht so bekommen.“

Peinlicher Vorschlag will mit Übervorteilung für mehr Gerechtigkeit sorgen

Alle von der Nominierung zurückgetretenen Künstler stimmten darin überein, dass der schwarze Musiker Pierce Freelon für sein Album „D.a.D.“ und dessen afro-karibische Rhythmen nominiert werden sollte.

Soll gewinnen, obwohl er nicht nominiert ist: Pierce Freelon.
Pierce Freelon

Ob der Sänger so gewinnen möchte? Mit wokest-möglicher Medienöffentlichkeit? Quasi als Sieger, weil vor ihm Platzierte den Preis nicht annehmen wollen? Gegenüber US-Medien äußerte sich Freelon positiv bezüglich des Rücktritts der Nominierten und lobte, dass endlich einmal Weiße ihre Privilegien sinnvoll nutzten.

Woke, woker, am wokesten

Inzwischen hat sich auch die einzige Frau unter den ursprünglich fünf Nominierten, Joanie Leeds, genötigt gesehen, eine Erklärung abzugeben. Immerhin ist sie nicht zurückgetreten, obwohl sie auch weiß ist. Ihre Begründung versucht aber betont woke zu sein:

„Ich bin nicht zurückgetreten, weil es in meinem Album darum geht, junge Frauen zu empowern. Ich meine, ich habe 20 Frauen auf meinem Album!“