Linke berufen sich gerne auf die Satirefreiheit und machen sich auf oft niveaulose Art über ihre Gegner lustig. Wie humorlos sie aber in Wirklichkeit sind, zeigt ein aktueller Instagram-Beitrag der taz. 

Der Witz als Waffe?

»Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Klassismus äußern sich als Erstes in Form von Witzen – gleich mit Entschuldigungsraum. War doch nur ein Witz.« So zitiert die taz den Autor Georg Seeßlen in einem kürzlich erschienenen Instagram-Beitrag. Daneben zu sehen: ein wieherndes und ein eher ernst dreinschauendes Pferd.

 

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Was erstmal nach einer überspitzten Satire auf linke Empfindlichkeit klingt, meint der Autor absolut ernst. Vorauseilend fügt er gleich noch hinzu:

»Und bevor wieder jemand von Humorlosigkeit raunzt: Die meisten Witze sind das Humorloseste, was es auf
Göttins weiter Erde gibt.«

Linke Logik: Wir finden das nicht witzig, also kann es weg. Deshalb brauchen wir jetzt dringend eine politische Humorkritik.

So humorlos sind Linke wirklich

Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Einigen Kommentaren gehen die Forderungen des Beitrags etwas zu weit. Manch einer hofft, dass er vielleicht selbst nur als Witz gemeint war.

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Viele nehmen den Beitrag aber durchaus ernst und verurteilen eine angebliche Strategie von Weißen, die Angst um ihre Privilegien haben und deshalb ihren „rassistischen Dreck als Witz verkaufen“.

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Klar wird, dass die meisten Kommentatoren äußerst verkrampft mit sich selbst und einem lockeren Thema wie Witzen umgehen. Jede Aussage, und sei sie auch noch so belanglos, könnte eine andere Person verletzen und wäre damit potentiell diskriminierend, sexistisch oder rassistisch. Ein Albtraum für viele Linke.

Wer nun sicherheitshalber von klassischen Witzen Abstand nehmen, aber trotzdem etwas zu lachen haben möchte, wird ebenfalls bei der taz fündig: So veröffentlicht das als Hauszeitung der Grünen geltende Medium immer wieder bizarre Kolumnen, in denen beispielsweise erklärt wird, wieso männliche Bäume sexistisch sind.