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Jedes Jahr dasselbe: Linke behaupten, der Nikolaus sei Türke gewesen und wer deshalb den Nikolaustag feiert, darf auch nichts gegen Parallelgesellschaften und Masseneinwanderung haben.

Ganz unabhängig davon, dass schon die Schlussfolgerung dumm ist, steht die Frage im Raum: War der Nikolaus tatsächlich Türke?

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Der Ursprung der Nikolaustags

St. Nikolaus ist der eigentliche Weihnachtsmann. Und in vielen Gegenden stellen Kinder am 6. Dezember bis heute ihre Stiefel raus oder hängen Socken auf.

Nachts, wenn alle schlafen, bringt der Nikolaus dann den braven Kindern Süßigkeiten in Stiefel oder Socken. Dieser Brauch stammt von der Verehrung des echten St. Nikolaus, dem Bischof von Myra im 4. Jahrhundert.

Wer war der Nikolaus zu Lebzeiten?

Als Nikolaus noch Abt eines Klosters war, wurde er im Zuge der Christenverfolgung gefangen und gefoltert. Sein Erbe soll er zuvor den Armen gespendet haben. Bekanntheit erlangte er aber erst später als Bischof.

Gemeinfrei – via Wikipedia

Während des Konzils von Nicäa soll er zum Beispiel den Priester Arius geohrfeigt haben, der sagte, dass Jesus nicht der fleischgewordene Sohn Gottes gewesen sei. Weil Schläge aber nicht zum guten Ton bei einem Konzil gehörten, wurde Nikolaus zeitweise festgenommen und entschuldigte sich später vor der Versammlung.

In welchem Land liegt Myra?

St. Nikolaus stammte aus Patara und wurde Bischof des nahegelegenen Myra – beide Orte liegen an der Südküste der heutigen Türkei. Wohlgemerkt: der heutigen Türkei! Denn damals gab es auf dem Gebiet die Türkei noch gar nicht – und auch keine Türken.

Westend61 – imago images

Erst rund 300 Jahre später fielen die Araber in die lange zum Römischen Reich gehörende Region ein. Das erste Turkvolk, nämlich die Seldschuken, kam sogar erst im 11. Jahrhundert in die Gegend, also 700 Jahre nach Nikolaus‘ Tod!

Und mehr noch: Als die Seldschuken kamen, retteten Kaufleute die Überreste des Heiligen und nahmen sie mit nach Italien.

Und was war der Nikolaus dann?

Sehr wahrscheinlich war er auch kein Römer. Von denen gab es nämlich nur sehr wenig in dieser Gegend. Tatsächlich waren dort schon seit Jahrtausenden Griechen ansässig. Gerade an der Küste ist die mykenische Kultur nachgewiesen – das sind die bronzezeitlichen Griechen.

Gemeinfrei – via Wikipedia

Die übliche Sprache in Nikolaus‘ Heimat war Koine. Das ist das antike Griechisch, in dem auch das Neue Testament und viele philosophische Schriften niedergeschrieben wurden. Man kann also mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass St. Nikolaus kein Türke, sondern ein Grieche war!