Anzeige

Das feministische Künstlerkollektiv Vulvaversity „widmet sich der Entmystifizierung und dem Sichtbarmachen der Vulva“. Jetzt geben die Künstlerinnen einen Abreißkalender heraus, für den sie in 18 Monaten Arbeit 365 Nacktfotos gemacht haben.

Ein Kalender für den Alltag

„Vielfalt pur für Wohnzimmer, WG-Küchen, Gästeklos, Arbeitsplätze und deinen Lieblingsort“: Mit diesen Worten wirbt das Vulvaversity-Kollektiv für den wahrscheinlich feministischsten Kalender für 2021.

Anzeige

Kostenpunkt des Nacktbilder-Kalenders: 27 Euro. Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, wird allerdings enttäuscht: Inzwischen sind bereits alle Kalender ausverkauft.

Ziel des Projektes sei es, zu „zeigen, wie die Vulva wirklich ist, divers und faszinierend, in all ihren Farben und Formen.“ Man wolle aufräumen mit dem „Mythos der unsichtbaren, haarlosen und mädchenhaften Vulva, wie sie insbesondere in der Mainstream-Pornographie dargestellt wird“.

»Sich über Kalender mit leicht bekleideten Frauen in der Werkstatt aufregen, aber dann sowas verkaufen…«

In den sozialen Medien sorgt der Vulva-Kalender indes für viel Spott. „Danke, das ist doch mal was, meine Frau wird sich riesig freuen“, kommentiert ein Nutzer auf Facebook.

Screenshot Facebook

Viele andere User fordern ein männliches Gegenstück und fragen, ob solch ein Kalender ähnlich positiv rezensiert werden würde. Der Vulvaversity-Kalender wurde immerhin bereits in zahlreichen Medien stark gelobt.

Und auch für den Ort, wo solch ein Kalender tatsächlich hängen könnte, hat das Netz viele Ideen. Einige schlagen vor, damit einfach die inzwischen in Ungnade gefallenen Erotikkalender in vielen Werkstätten zu ersetzen. Andere überlegen, den Vulva-Kalender im Büro mit Publikumsverkehr aufzuhängen und jeden zu beschimpfen, der sich daran stört.