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Vor zehn Jahren musste Agitu Ideo Gudeta aus Äthiopien vor Willkürherrschaft und Militärgewalt fliehen. In Italien baute sie ein erfolgreiches Geschäft auf. Jetzt wurde sie brutal von einem Mann aus Ghana ermordet.

Sie war eine Symbolfigur gelungener Integration

Jeden Morgen um 4 Uhr klingelte der Wecker von Agitu Ideo Gudeta (42). Nachdem sie 2010 in Italien Asyl vor der Gewalt in ihrer Heimat Äthiopien fand, gründete sie einen Bio-Hof. Sie fing mit 15 Ziegen an und der Käse, den sie herstellte, fand reißenden Absatz. Zuletzt wuchs ihre Herde auf 180 Tiere an.

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Agitu Ideo Gudeta

Gudeta war stets fleißig und eigeninitiativ. Sie war eine Frau, die anpackt. Zuletzt hatte sie während des Lockdowns einen Fahrradlieferdienst für Käse und Gemüse eingeführt, um ältere Menschen weiterhin mit ihren Produkten versorgen zu können.

Ihre Kunden und Freunde schätzen sie als unverbesserliche Optimistin, tatkräftige Geschäftsfrau und lebensfrohes Original. Doch am 30. Dezember 2020 wurde Gudeta Opfer eines grausamen Verbrechens.

Erst schlug er mit dem Hammer auf sie ein, dann vergewaltigte er sie

Am vergangenen Dienstag wurde Agitu Ideo Gudeta tot auf ihrem Hof aufgefunden. Noch am selben Tag konnte ein Verdächtiger in Gewahrsam genommen werden.

Der 32-jährige Adams Suleimani aus Ghana hat inzwischen gestanden, vier- oder fünfmal mit einem Hammer auf die Frau eingeschlagen zu haben. Anschließend vergewaltigte er sie.

Als Auslöser der brutalen Tat wird ein Streit vermutet. Suleimani hatte bei Gudeta als Hirte gearbeitet. Bei einem Gespräch über sein Gehalt soll er ausgerastet sein.