Anzeige

Volkswagen macht jetzt Werbung für Diversity. Die Reaktionen hat sich der deutsche Autokonzern aber sicher anders vorgestellt. 

»Tschüss Langeweile, hallo #Diversity!«

Am 23. November veröffentlichte der größte deutsche Autokonzern einen Werbespot, der offensiv mit Toleranz und Diversity wirbt. Selbstbewusste und erfolgreiche Sportler mit Migrationshintergrund vermitteln die unmissverständliche Botschaft: „Wir lassen uns nicht verbiegen!“ Ein Statement gegen Integration?

Anzeige

In dem kurzen Video, dass bis heute nur 123 Likes vorzuweisen hat (bei mehr als 110.000 Followern), sind unter anderem auch Sportlerinnen zu sehen, die einen Hijab tragen – und das ruft einige Kritik hervor.

»Sehr divers, wenn man mit Hijab Werbung macht!«

Vor allem bei einigen weiblichen Kommentatoren stößt es auf, dass traditionell-islamische Verhüllung der Frau als wünschenswerte Diversität verkauft wird. Sie sehen hier einen klaren Widerspruch.

via Facebook

Etliche Zuschauer kritisieren auch die zunehmende politische Erziehungsmentalität in der Werbung. Kommentare wie „Das ist mir zu bunt“, „Es reicht mit dieser Werbepropaganda!“ und „Was für eine aggressive Werbung“ sprechen eine deutliche Sprache.

Positive oder zustimmende Kommentare sind fast gar nicht zu finden – nur einige auf Türkisch. Wenngleich ein Shitstorm aktuell noch ausbleibt: Volkswagen hat offensichtlich einen falschen Nerv getroffen.