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In den sozialen Medien kursiert ein Foto, das Barbie zusammen mit einer anderen weiblichen Puppe in LGBT-Shirts zeigt. Erfahrt, was dahintersteckt!

Foto von »lesbischer« Barbie geht viral

Alles begann mit dem Tweet der Twitter-Nutzerin Sarah (@kissevermore), die das Bild gepostet hat, in dem Barbie und eine brünette Puppe sich verliebt anschauen. Dazu schrieb sie in Großbuchstaben: „HABE GERADE ERFAHREN, DASS BARBIE EINE FREUNDIN HAT!“

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Screenshot Twitter

Innerhalb kürzester Zeit wurde der Post über 230.000-mal geherzt und zehntausende Male geteilt. Unzählige Leute kommentierten, dass dieser Schritt in der ohnehin stets unter Sexismusverdacht stehenden Puppenpolitik von Mattel höchste Zeit sei.

„Mann, ich bin so froh, dass sie Barbie lesbisch gemacht haben, denn die Gesellschaft muss die LGBTQ-Community endlich verstehen“, schrieb ein Nutzer. Und ein anderer meinte: „Jetzt da Barbie eine Freundin hat, können Ken und Ryan bitte daten!!!? Da steckt so viel Potenzial dahinter!“

Community enttäuscht: Barbie ist selbst nicht LGBTQ

So schnell der Post viral wurde, so schnell stellte sich aber auch heraus, dass Barbie noch immer hetero ist. Das Foto stammt von 2017 und wurde in einer Zusammenarbeit mit der Mode-Influencerin Aimee Song erstellt, die auch die Inspiration für die zweite Puppe in dem viralen Foto war.

Screenshot Instagram

Mattel stellte bereits damals – sich der Gratwanderung bewusst – klar, dass Barbie nicht „Teil, aber Verbündete der LGTBQ-Community“ sei. Damit hält die blonde Puppe es genauso wie Influencerin Aimee Song, die sich ebenfalls „nur“ als Unterstützerin der Szene outete.

Screenshot Twitter

Die Fotos mit den „Love wins“-Shirts entstanden im Rahmen von „The Trevor Project“, einer NGO, die sich zum Ziel gesetzt hat, die überdurchschnittlich hohen Selbstmordraten unter LGBTQ-Jugendlichen zu bekämpfen.