Die Szene hat einfach alles, was Antifa-Herzen höher schlagen lässt: einen Haufen Polizisten, die mit Gegenständen beworfen werden, widerhallende Schüsse in Häuserschluchten, herumfliegende Rauchgranaten, eifrig knipsende Journalisten und vermummte Randalierer des schwarzen Blocks.

Kleinwagen im Klassenkampf

Die Maskierten sind schwer beschäftigt an diesem 16. Juni. Man ist gerade dabei, eine Barrikade zu errichten. Mit acht Leuten wird ein Auto über den Asphalt geschoben, das auf die Seite geworfen wurde.

Klar am Rollstuhl-Aufkleber zu erkennen: der rote Smart gehört einer körperlich beeinträchtigten Person. Wie die nachher nach Hause kommen soll? Nicht das Problem der Antifa.

Nachdem der mobile Untersatz des Rollstuhlfahrer zerstört wurde, wendet man sich dem nächsten Ziel zu: einem weißen Lieferwagen eines Handwerksbetriebes. Der wird ebenfalls als Barriere zwischen Antifa und Polizei geschoben – und dabei ordentlich demoliert:

Feindliche Übernahme

Zugetragen hat sich die Szene am vergangenen Dienstag in der Rue Fabert im Zentrum von Paris. Alles begann als friedliche Protestveranstaltung, angemeldet von einer Vielzahl von Gewerkschaften und von medizinischem Personal zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Zeiten der Corona-Krise.

Doch dann kam plötzlich der schwarze Block, übernahm die Veranstaltung und ließ sie in Gewalt umschlagen. „Man hat uns diese Demonstration gestohlen. Es ist widerlich“, sagt ein prominenter Demo-Teilnehmer, der Notarzt Patrick Pelloux, dem französischen Sender BFMTV.

Ein Bericht auf Yahoo-News fasst zusammen: Gerade als der Demozug vom Gesundheitsministerium auf den Platz der Invaliden einbog, übernahmen ein paar Dutzend vermummte Gestalten die Führung. Sie zerstörten Mobiliar, um es anzuzünden und „bewarfen Ordnungskräfte mit Projektilen“. Dann schrien sie „die ganze Welt hasst die Polizei“.

Prügel für den Klassenfeind

Im Verlauf Randale wird auch ein Reisebus der Firma Olicars attackiert. Zuerst wird das Fahrzeug von allen Seiten mit Steinen beworfen. Mehrere Personen stellen sich vor den Bus.

Als der Busfahrer durchfahren will, kracht ein Stein durch die Seitenscheibe. Er erleidet mehrere Verletzungen im Gesicht.

Pogromstimmung gegen Polizisten

Ein weiteres Video zeigt eine Gruppe Linksextremisten, die wie wild auf einen am Boden liegenden Polizisten eintreten.

Der Beamte wirft verzweifelt seine Hände über den Kopf, wohlwissend, dass er gleich getötet werden könnte. In letzter Sekunde kommen ihm seine Kollegen zu Hilfe.

Als die Polizei mit vereinten Kräften einen der Extremisten zu fassen kriegt, wird der vom linken Mob wieder befreit.

Frankreichs Rote Armee

Vor dem Schaufenster eines Geschäftes spielt sich eine weitere, unglaubliche Szene ab. Abwechselnd treten Linksradikale gegen die schon völlig zerstörte Scheibe. Sie wollen sich offenbar Zutritt verschaffen. Gehindert werden sie dabei einzig von zwei schwarzen Aktivisten, die sich dem wütenden Mob in den Weg stellen.

Als das Chaos überhandnimmt, werden Polizisten einer Pariser Spezialeinheit hinzugezogen. Die Antifa lässt es buchstäblich Pflastersteine hageln.

Auf Twitter erklärt die Pariser Polizeibehörde später: „Demonstration verdorben durch Ausschreitungen von Randalierern, die nichts mit den Krankenhausangestellten zu tun hatten.“

Später sei es noch gelungen, die Demo komplett aufzulösen. Rund 30 Personen habe man vorläufig festnehmen müssen. Auf Twitter liest man aber auch Gegenteiliges. Das Narrativ der Linksextremen: Polizeistaat in Frankreich – Attacken auf friedliche Demonstranten…