1Kranioklast

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Mit dieser Zange wurde der Kopf des Kindes gepackt und zerdrückt. Heute geschieht dasselbe nach einer Abtreibung mit der Absaugmethode, wenn der Kopf bereits zu groß ist, um durch den Sauger zu passen. Die Zangen sehen nur nicht mehr so martialisch aus.

2Van Huevel-Zange

Mit der Zange wurde der Kopf des Babys gepackt. Die integrierte Säge trennte dann den vorderen Kopfteil vom Scheitel bis zum Hals ab.

3André Levrets Kopfentferner

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Der Chirurg Levret entwickelte dieses Werkzeug, um einen abgetrennten Kopf herauszuziehen. Dabei legt sich der zunächst noch eingeklappte Haken um den Kopf des Kindes, um dann – ausgefahren – eine Art Käfig zu bilden.

4Kraniotomie-Bohrer

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Hiermit wurde ein Loch in den Schädel des Babys gebohrt, um ihn leichter zerdrücken zu können.

5Doppelhaken

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Ein primitives, aber äußerst effizientes Werkzeug, das dazu diente, ein Kind zu greifen und aus dem Mutterleib zu ziehen.

6Trachellorhektor

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Ein Leipziger Geburtshelfer namens Zweifel entwickelte diesen Haken. Packte man damit das Baby und drehte den Haken um 180 Grad, wurde während einer schweren Geburt die Wirbelsäule durchgebrochen, um dann das getötete Baby herausziehen zu können.

7Embryotom

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Solche Werkzeuge nutzte man früher bei einem schweren und für die Mutter gefährlichen Geburtsverlauf. Ein gesundes Kind wurde damit getötet, indem die einzelnen Körperteile abgetrennt wurden.

8Schluckhaken

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Eines der grausamsten Instrumente, über deren genaue Verwendung heute nur spekuliert werden kann. Man geht davon aus, dass man einem ungeborenen Baby diese Kapsel an den Mund hielt, bis es sie schluckte. Im Magen öffneten sich die Widerhaken und so war es möglich, das Baby zu drehen und herauszuziehen.

9L. J. Huberts Werkzeug

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Zunächst wurde die Spitze in den Schädel des Babys gebohrt, danach wurde er durch eine gebogene Klinge gespalten.

10Tire-Tête

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„Tire-Tête“ bedeutet wörtlich übersetzt „Kopfzieher“ und beschreibt damit genau seinen Zweck. Bei Version I wird der Kopf mit der gezahnten Zange gepackt und dann aufgespießt. Danach konnte man ihn abtrennen, ohne dass er unkontrolliert im Uterus schwimmt.

Version II sieht vor, dass ein Werkezeug in den Kopf gerammt wird. Per Knopfdruck entfaltet sich die Spitze, was ein Rausziehen des Kopfes ermöglicht.

11Saug-Spritze

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Die Absaugmethode, welche in Deutschland die gängigste Abtreibungsmethode ist, kann auf zwei Arten durchgeführt werden: Mit einer Saug-Kürette und elektrisch betriebener Pumpe oder mit einer manuellen Spritze, wie auf dem Foto.

In beiden Fällen wird das Fruchtwasser abgesaugt und das Baby durch den Sog in Stücke gerissen.

12Ovarienzange

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Hiermit können die einzelnen Glieder des Babys gepackt und zerrissen werden. Wenn der Kopf bereits zu groß und robust ist, um abgesaugt zu werden, muss er mit dieser Zange zunächst zerdrückt werden.

13Uterus-Kürette

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Mit der Kürette wird die Gebärmutter nach erfolgter Abtreibung ausgeschabt. Für die Zerteilung zurückgebliebener Teile ist der an der Spitze befindliche Ring einseitig scharf geschliffen.

14Kaliumchlorid-Spritze

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Weil bei einer Spätabtreibung per Hormonzäpfchen die Wahrscheinlichkeit zu hoch ist, dass das Kind überlebt, wird in diesem Falle eine Kaliumchlorid-Spritze genutzt. Diese wird in das Herz des Babys gestochen, das daraufhin zu schlagen aufhört. In der Folge gebärt die Mutter das tote Kind.

Wenn eine Frau Mehrlinge bekommt, ist es in Deutschland erlaubt, einzelne Babys im Mutterleib mit einer Kaliumchlorid-Spritze zu töten, um die Entwicklung der Geschwister zu erleichtern. Besonders bei künstlichen Befruchtungen steigt die Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsschwangerschaften enorm, weshalb auch die Kaliumchlorid-Spritze häufiger zum Einsatz kommt.