Dubler ist ein familiengeführter Schweizer Traditionsbetrieb, der seit 1946 Mohrenköpfe herstellt. Und genau an diesem Namen reiben sich immer wieder linke Aktivisten.

Infolge von Boykottaufrufen nahm eine große Supermarktkette die Mohrenköpfe aus dem Sortiment. Geschadet hat das dem Hersteller Robert Dubler aber nicht. Im Gegenteil!

Migros entfernt Dublers Mohrenköpfe aus seinen Läden

Infolge des Tods des Afroamerikaners George Floyd twitterte eine Nutzerin ein kurzes Video, auf dem die Verpackungen von Dublers Mohrenköpfen zu sehen sind. Darunter fordert sie Migros auf, die Mohrenköpfe aus dem Sortiment zu nehmen, da sie äußerst rassistisch konnotiert seien und nicht der political correctness entsprächen.

cocomo via Twitter

Daraufhin gab Migros bekannt, dass sie der Forderung nachgeben und die Mohrenköpfe von Dubler aus dem Sortiment nehmen würden.

Migros via Twitter
Sind Mohrenköpfe rassistisch?

„Nein“, sagt Firmeninhaber Robert Dubler. Im Zusammenhang mit der Süßigkeit sei der Begriff doch sogar positiv besetzt.

Sein Vater habe Mohrenköpfe hergestellt und er werde dies auch weiterführen. Denn warum, so fragt er, sollte er diesem erstklassigen Produkt einen zweitklassigen Namen geben?

Andere Händler und Nutzer in sozialen Medien geben Dubler Recht

Nicht alle Händler springen über das linke Stöckchen. Der Gastro-Konzern SV Group verkauft die Mohrenköpfe weiterhin in seinen Restaurants und auch die Bäckereikette Gysi hält daran fest. Der Nidwalder Getränkehändler Lussi schloss sich sogar den Aussagen von Robert Dubler an und erklärte, dass Mohrenköpfe für junge Leute einfach Süßigkeiten seien.

Robert Dubler via Youtube

Gleichzeitig erntete Migros auf Facebook starke Kritik. Die Nutzer führen an, dass Mohrenköpfe ein Stück Schweiz seien und sie solange Abstand von der Supermarktkette halten wollen, bis die Mohrenköpfe wieder verkauft werden.

Dubler hat seinen Umsatz durch die Debatte verdoppelt

Finanziell geschadet hat die Debatte dem Traditionsunternehmen nicht. Migros macht lediglich 2 % bis 3 % des Umsatzes aus. Über 50 % der wöchentlich 200.000 hergestellten Mohrenköpfen werde direkt vor Ort gegen Barzahlung verkauft und das ist Robert Dubler auch viel lieber.

Robert Dubler via Youtube

Die öffentliche Namensdebatte sorgte zudem für eine Verdopplung seines Umsatzes. Ans Expandieren denkt Robert Dubler jedoch nicht. Wichtig sei ihm vor allem, dass er seinen Angestellten weiter einen fairen Lohn zahlen könne.

Bevölkerung will linke Forderungen nicht mittragen

Eine Umfrage unter 30.000 Schweizern gab Dubler Recht. Denn über 70 % der Befragten finden: „Der Mohrenkopf hieß schon immer so und soll auch weiterhin so heißen.“