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Unplanned (2019) polarisierte bereits in den USA, während er in Deutschland noch weitgehend unbekannt ist. Doch seit dem 16. Oktober ist er auch hierzulande erhältlich!

»Was sie sah, änderte alles!«

Der Film behandelt die wahre Geschichte von Abby Johnson: Die Psychologin leitete für Planned Parenthood (die Mutter-Organisation von Pro Familia) eine Abtreibungsklinik in Texas.

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Eines Tages assistierte Abby bei einer Abtreibung und sah auf dem Ultraschall-Bildschirm, wie sich das Baby wehrte und in Stücke gerissen wurde. Abby kündigte daraufhin ihre lukrative Stelle.

Dann wurde sie katholisch und schloss sich der Lebensrechtsbewegung an. Planned Parenthood verklagte Abby wegen Verletzung des Berufsgeheimnisses, scheiterte aber vor Gericht.

Heute ist sie eine der bekanntesten Pro-Life-Aktivistinnen der Welt. Durch ihre Hilfsorganisation hat sie bereits hunderten Abtreibungsklinik-Angestellten moralisch und finanziell geholfen, eine andere Arbeit zu finden.

Trotz Shitstorm: Film war in den USA ein voller Erfolg

Obwohl die bekanntesten Fernseh- und Radiosender der USA keine Werbung für den Film schalten wollten, brachte er am ersten Tag drei Millionen Dollar ein. Insgesamt konnten in den USA 21 Millionen Dollar erzielt werden. Und das trotz eines riesigen Shitstorms, infolgedessen Kinos den Film gar nicht erst ins Programm nahmen.

via unplannedfilm.com

2019 wurde Unplanned auf Initiative des texanischen Senators Ted Cruz sogar im Senat diskutiert. Um zu ermitteln, „ob die sozialen Medien konservative Gedanken und die freie Meinungsäußerung unterdrücken“, erklärte der Autor und Regisseur Chuck Konzelman.

via unplannedfilm.com

Tatsächlich hatte beispielsweise Twitter das Konto des Films zum Kinostart gesperrt. Die kanadische Kino-Kette Cineplex, welche dort praktisch ein Monopol hat, sperrte sich lange gegen den Film. Letztendlich zeigten sie ihn eine Woche lang und wurde dafür kritisiert. Google weigerte sich, Werbung für den Film zu erlauben.

Jetzt auch in Deutschland

Die Einspielergebnisse hätten eigentlich dazu führen müssen, dass sich deutsche Verleiher den Film unbedingt übernehmen wollen. Doch auch in Deutschland boykottierten die meisten Kinos Unplanned. Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) hielt am 3. September die Ur-Aufführung ab, an der wegen der Corona-Maßnahmen nur 150 Personen teilnehmen konnten.

Die Stiftung Ja zum Leben finanzierte auf eigene Kosten eine großartige deutsche Synchronisation. Jetzt kann auch das deutsche Publikum diesen besonderen und kontroversen Film ansehen.