Jeder Weißer ist rassistisch – auch und gerade, wenn er behauptet, es nicht zu sein. Mit dieser Überzeugung wurde an einer US-Uni ein Programm zur Therapie toxischen Weißseins beworben.

Selbsthass zur Therapie erhoben

„Manchmal ist es notwendig, sich einzig und allein auf die Rasse zu konzentrieren.“ Dieser Satz stammt von Cristina Combs, einer Therapeutin, die an der Universität von Minnesota eine Behandlung speziell für Weiße vorgestellt hat.

Um zu zeigen, dass wirklich jeder Weißer rassistisch ist, hat die Therapeutin in ihrer Präsentation als „Gesicht weißer Vorherrschaft“ ein Foto von sich selbst eingefügt.Screenshot YouTube

In ihrer Vorlesung zum Thema „Therapie von weißer Konditionierung“ erklärt sie: „Das imperialistische, weiße, rassistische, kapitalistische Patriarchat ist die Machtstruktur, die der sozialen Ordnung zugrunde liegt.“

Und da weißer Rassismus „in uns ist und immer da sein wird“, wie sie erklärt, „müssen wir in einem Transformationsprozess fortlaufend dagegen ankämpfen.“

In 12 Schritten zum Anti-Rassisten

Kern des Konzeptes ist ein 12-Schritte-Programm. Es ist angelehnt an das 12-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker. Doch statt sich das Trinken abzugewöhnen, sollen die weißen Patienten den jedem Weißen innewohnenden Rassismus in den Griff bekommen.

Die 12 Schritte im Wortlaut:

1„Wir gestehen, dass wir von der Ideologie weißer Vorherrschaft sozialisiert wurden.“

2„Wir bekennen, dass unsere Unwissenheit eine Einladung zum Lernen ist.“

3„Wir entwickeln unterstützende Systeme, die uns helfen, an uns zu arbeiten.“

4„Wir gehen tief in uns, um aufzudecken und zu erkennen, wie die Doktrin weißer Vorherrschaft unsere Geister und Seelen durchsetzt hat.“

5„Wir gestehen uns selbst und anderen unsere Fehler und Mängel.

6„Wir dekonstruieren alle bisherigen Wege des Erkenntnisgewinns, weil diese nur durch die Brille weißer Vorherrschaft schauen.“

7„Wir erforschen demütig neue Wege, um die Dinge zu verstehen. Wir suchen proaktiv neue Lernmethoden und entwickeln einen inklusiveren Realitätssinn.“

8„Wir verpflichten uns, unsere bewussten und unbewussten rassistischen Vorurteile und unsere weißen rassistischen Denkmuster ständig zu hinterfragen.“

9„Wir entwickeln Strategien, um unseren rassistischen Vorurteilen entgegenzuwirken.“

10„Wir übernehmen die Verantwortung, uns im Umgang mit farbigen Menschen mehr auf unsere Wirkung als auf unsere Absichten zu konzentrieren.“

11„Wir üben uns täglich in Selbstreflexion.“

12„Wir verpflichten uns, diese Botschaft an andere Weiße zu verbreiten, um eine Therapiegemeinschaft aufzubauen und die persönliche Verantwortung in unserer Gesellschaft zu stärken.“

Durch Schuld, Geständnis, Unterwerfung ein besserer Weißer werden

In der knapp anderthalbstündigen Vorstellung wirbt die Therapeutin Cristina Combs für wöchentliche Treffen behandlungswilliger Weißer. Auf der Webseite des 12-Schritte-Programms kann außerdem weiteres Material runtergeladen oder auch ein Buch für 10 Dollar erworben werden.

Ziel der Therapie ist es ausdrücklich nicht, Weiße frei von Rassismus zu bekommen. Denn so wie es auch ultralinke Meinungsführer propagieren, ist auch Combs der Ansicht, dass Weiße per se rassistisch sind. Es gehe lediglich darum, das eigene Weißsein bewusst zu machen, um selbst dagegen vorgehen zu können.