Was klingt wie ein Aprilscherz, ist so an der Columbia University passiert: Dort hat sich die Columbia University‘s marching band (CUMB) unter Jubel selbst aufgelöst. Begründung: Die Blaskapelle würde auf Rassismus, kultureller Unterdrückung, Frauenhass und sexueller Belästigung gründen.

Damit werden 116 Jahre Tradition beendet

Laut Medienberichten habe sich die Blaskapelle einstimmig und enthusiastisch aufgelöst. Sie werde in keiner Form weiter bestehen und auch nicht mehr zu Football-Spielen an der Universität auftreten. Damit beenden die aktuellen Mitglieder der CUMB eine 116 Jahre alte Tradition, in der die Blaskapelle schon immer durch ihre lustige, provokante Art aufgefallen ist.

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Bekannt war die Blaskapelle für ihre vielen Streiche, die ihr in den letzten Jahren immer mehr Ärger mit der auf political correctness bedachten Universitätsleitung einbrachten.

So war es beispielsweise Tradition, dass die CUMB in der Nacht vor den Abschlussprüfungen in Organischer Chemie in die Bibliothek einfällt und eine 45-minütige Show aus Musik und schwarzem Humor abliefert.

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Doch nicht jeder scheint den Humor der Blaskapelle zu verstehen. So traten in jüngster Zeit einige Studenten mit Schreiben an die CUMB heran und warfen ihr vor, ihre Witze seien rassistisch, frauenfeindlich und würden kulturelle Unterdrückung fördern.

Anstatt diese Schreiben als Zeichen einer Zeit einzuordnen, in der jeder Witz unter Generalverdacht steht und sie zu ignorieren, entschied die aktuelle Bandleitung sich jedoch dazu, die Blaskapelle aufzulösen.

Ehemalige Bandmitglieder können die Entscheidung nicht nachvollziehen

Vor allem bei ehemaligen Mitgliedern der Band trifft die Auflösung auf Unverständnis. So unterstellen einige den Studenten, sie würden aus falschem vorauseilendem Gehorsam handeln, ohne darüber nachzudenken.

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Andere teilen ihre positiven Erfahrungen mit der Band. So schreibt ein ehemaliges Mitglied: „WOW! Ich war selbst Mitglied dieser Marching Band und ich kann definitiv bezeugen, dass es dort keinen Rassismus gab und ich definitiv NICHT sexuell belästigt wurde.“

Einige hoffen, dass die Selbstauflösung nur einer der vielen Streiche der Band ist, um damit auf den Irrsinn der Anschuldigungen hinzuweisen. Wenn ja, dann lässt die Auflösung allerdings auf sich warten.