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Fernseher wurden größer, dünner und immer vernetzter. Jetzt kann man auch durch sie durchsehen.

Trennwand aus Acryl war gestern

Auf der (rein digital durchgeführten) Tech-Konferenz CES 2021 stellte das südkoreanische Unternehmen LG kürzlich einen transparenten (!) Flachbild-TV vor. In einem Promovideo fährt der 55 Zoll große, hauchdünne Bildschirm aus dem Fußende eines Bettes hervor.

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Verrückt: Wie CNN berichtet, bewirbt LG das Gerät u. a. als „Gesundheitstrennwand“, etwa zwischen Restaurantmitarbeitern und Gästen!

Technikexperte Sean Gardner fügt auf Twitter hinzu: „Es gibt so viele Möglichkeiten mit diesen ‚transparenten TV-Bildschirmen‘. Nicht nur für Restaurants und Hotels (und sogar Klassenzimmer), sondern auch als Fenster von U-Bahnen.“ Klar, die Einsatzmöglichkeiten für (Werbe-)botschaften aller Art wären endlos.

Wird »Minority Report« Realität?

Auch LG sieht den Nutzen seiner Erfindung anscheinend vor allem in der Werbung. „Umgebungen wie Einkaufsgalerien, Kunstmuseen und Luxusrestaurants werden unaufdringliche Displaytechnologie wollen, wenn diese nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen soll“, zitiert CNN einen Marktforscher.

Muss ja nichts heißen, aber Steven Spielbergs Sci-Fi-Film Minority Report (2002) zeigt eine Zukunft, in der Dauerwerbung auf transparenten Bildschirmen schier allgegenwärtig ist. „Unaufdringlich“ ist daran, zumindest bei Spielberg, allerdings gar nichts.