Zum 75. Jahrestag der CDU versendete die Partei DIE LINKE ironische Geburtsgrüße via Twitter. Aber der Schuss ging nach hinten los.

Kritik an CDU wird zum politischen Eigentor

Im Stil typischer CDU-Grafiken präsentiert DIE LINKE auf Twitter eine Reihe von Anschuldigungen auf ihrem Twitter-Account. Darunter auch einen Verweis auf einen CDU-Bundeskanzler mit NSDAP-Vergangenheit.

@ – via Twitter

Doch was im ersten Moment vielleicht als gewitzte Kritik erscheint, wird schnell zu einem politischen Eigentor.

@ – via Twitter

Zahlreiche Twitter-Nutzer melden sich zu Wort und werfen der Partei DIE LINKE Doppelmoral vor. Manche verweisen auf die Mauertoten der DDR, andere bezeichnen die Aktion als populistisch.

Vorwurf: Unanständiges Verhalten für eine Partei, die mal diktatorisch regiert hat

Dann kommt es zur Diskussion. So schreibt Twitter-Nutzer @nilsnto: „Will ich euch das verbieten? Nein. Finde ich es unanständig, wenn eine Partei, die mal diktatorisch regiert hat, sowas macht? Ja.“

@ – via Twitter

Auf die Rückfrage eines linken Nutzers hin, wann und wo die Partei diktatorisch regiert hätte, nennt er die Zeit „zwischen 1949 und 1990“ und verweist damit auf die DDR.

Linker wirft Unwissen vor und bedient sich eines Tricks

Die billige Antwort des Linken: „Da gab es DIE LINKE noch gar nicht. Ziemlich viel Unwissen, das du hier zeigst.“

Natürlich spielte er darauf an, dass DIE LINKE 2007 gegründet wurde, als Zusammenschluss der SPD-Abspaltung WASG und der aus der SED hervorgegangenen Partei PDS.

LINKE hat SED-Nachfolgerschaft selbst zugegeben

Und das macht sich bemerkbar: Heute noch weigern sich viele innerhalb der Partei die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen.

SED-Parteitag 1986
Bundesarchiv, Bild 183-1986-0417-414 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0

Abgesehen davon erklärte der damalige Bundesschatzmeister der Linkspartei und ehemalige SED-Funktionär, Karl Holluba, wörtlich unter eidesstattlicher Versicherung: „DIE LINKE ist rechtsidentisch mit der ,Die Linkspartei.PDS‘, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.“