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Weihnachtszeit ist Mandarinenzeit. Schon der süße Duft weckt in uns schönste Kindheitserinnerungen. Wir trocknen Mandarinenschalen und dekorieren unseren Adventskranz und sogar den Weihnachtsbaum mit Mandarinenscheiben. Aber was hat die süße Tropenfrucht überhaupt mit unserer Wintertradition zu tun?

Der Brauch kommt aus der Kolonialzeit

Ist doch paradox, dass wir ausgerechnet die kälteste Jahreszeit mit dem Obst vom anderen Ende der Welt verbinden? Die Geschichte hat die Antwort!

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Gemeinfrei

Mandarinen stammen ursprünglich aus China und reifen dort, wenn bei uns Spätherbst und Winter ist. Aus diesem Grund waren sie früher nur zu dieser Zeit zu haben. In der Zeit, als Deutschland noch Kolonien in China hatte, kaufte man die Mandarinen bei speziellen Kolonialwarenhändlern.

Statt PlayStation: Mandarinen waren früher ein Traumgeschenk!

Dort gab es all die exotischen Dinge, die wir auch heute schätzen: Kaffee, Tabak, Reis, Kakao sowie diverse Gewürze, Tees oder auch Früchte wie Bananen oder eben Mandarinen. Klar, dass besonders die Früchte geradezu sündhaft teuer. Immerhin mussten sie erst mit dem Segelschiff um die halbe Welt gebracht werden.

Auch aus diesem Grund leistete man sich den Mandarinen-Luxus nur zu Weihnachten und freute sich das ganze Jahr darauf. Unvorstellbar für heutige Kinder: Ein oder zwei Mandarinen waren als Geschenk damals ein Traum!

Heute sind die Mandarinen aus unserem Weihnachtsfest nicht mehr wegzudenken. Glücklicherweise muss man dafür heute auch nicht mehr rund um den Globus: Aus speziellen Züchtungen ging inzwischen die Mittelmeermandarine hervor, die auch in Südeuropa angebaut werden kann.