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Auf die Idee kam die Truppe.

»Ich bin Anastasia!«

Oberstleutnant Marc Biefang wurde 1974 in Krefeld geboren. 2015 unterzog sich Biefang einer chirurgischen Geschlechtsumwandlung und nannte sich fortan Anastasia. Ihre Transsexualität sorgte für den Zusammenbruch ihrer ersten Ehe. Heute ist sie wieder mit einer Frau verheiratet.

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2017 berichtete die Presse über Biefang als „erste transidente Kommandeurin“, wie der Berliner Kurier es ausdrückt. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg schreibt, sie sei „bundesweit die erste Frau auf diesem Posten“ gewesen. Damals übernahm sie das Kommando über das Informationstechnikbataillon 381 in Storkow (Oder-Spree).

Abschied mit Regenbogen-Einhörnern

In Storkow wurde Biefang jetzt verabschiedet. Das Kommando übergab sie Oberstleutnant Marc Tachlinski bei einem sonderbaren Abschlussapell: Biefang stellte sich auf die Ladefläche eines Bundeswehr-LKW und salutierte vor den anwesenden Soldaten. Diesen LKW hatte die Truppe aber umgebaut.

 

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Am LKW waren rechts und links riesige Spanholz-Einhörner mit Mähne und Schweif in Regenbogenfarben befestigt. Ein Video zeigt, wie sie auf dem Platz der Kurmark-Kaserne einmal im Kreis gefahren und von den anwesenden Soldaten gegrüßt wird. Kommandeure wechseln alle drei Jahre. Biefang geht nun als Generalstabsoffizier nach Bonn.