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Jessica Yaniv bezeichnet sich selbst auf ihrem Twitter-Profil als „lesbische Kriegerprinzessin“ und erhebt schwere Vorwürfe gegen einen kanadischen Schönheitswettbewerb. Die Trans-Frau fühlt sich vom Regelwerk des Wettbewerbs diskriminiert.

Trans-Frau fordert 10.000 Dollar Schadensersatz, obwohl sie selbst gegen die Regeln verstoßen hat

„Ratet mal, wer wieder antritt!“, verkündete Jessica Yaniv stolz ihre Teilnahme am diesjährigen „Canada Galaxy Pageant“, einem Schönheitswettbewerb für Frauen. Und tatsächlich wurde die Trans-Frau zuerst zugelassen – jedoch nur aufgrund falscher Angaben. In ihrer Bewerbung hatte Yaniv nämlich nicht erwähnt, dass ihre Geschlechtsumwandlung noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

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@trustednerd – via Twitter

Das Regelwerk des Schönheitswettbewerbs lässt jedoch nur Teilnehmerinnen zu, die entweder biologische Frauen sind oder eine „vollständige Geschlechtsumwandlung“ vorweisen können. Als Yaniv an diese Regel erinnert wurde, legte sie eine Menschenrechtsbeschwerde gegen den Schönheitswettbewerb ein.

Die Geschlechterregelung des „Galaxy Beauty Pageant“ würde sie aufgrund ihrer Gender-Identität diskriminieren und ihre „Würde und Gefühle verletzen“. Dafür fordert die Trans-Frau 10.000 Kanadische Dollar Schadensersatz.

Abzockversuche unter dem Deckmantel der Diskriminierung: Vermeintliche Kämpferin für Menschenrechte ist keine Unbekannte

Allison Kindle Pejovic, eine Anwältin des „Justice Centre for Constitutional Freedom“, einer Rechtsvertreter-Organisation, die den Schönheitswettbewerb in dieser Angelegenheit vertritt, äußerte sich zu dem Fall. Sie sagt, dass sichere Räume für Frauen, Mädchen und vollständig umgewandelte Trans-Frauen nur möglich seien, wenn sie “Personen mit Penis” nicht zugänglich sind.

@trustednerd – via Twitter

Der Anklägerin Yaniv wirft sie vor, serienmäßig Menschenrechtsbeschwerden einzulegen. So hatte die Trans-Frau in den vergangenen Jahren bereits 16 Menschenrechtsbeschwerden gegen Kosmetiker eingelegt. Die Dienstleister hatten sich geweigert, aufgrund von Yanivs männlichen Genitalien eine Waxing-Haarentfernung in der Bikini-Zone durchzuführen.

Das zuständige Menschenrechtstribunal verwarf die bisherigen Klagen und sah das Motiv Yanivs darin „es auf kleine Geschäfte abgesehen zu haben, um persönlichen finanziellen Gewinn daraus zu ziehen“ und nicht etwa „Diskriminierung zu stoppen“.