Michael Shellenberger ist der Typ Aktivist, von dem Greta Thunberg und Luisa Neubauer Poster in ihren Kinderzimmern haben müssten:

Er kämpft seit über 20 Jahren für das Klima. In seiner Karriere arbeitete er mit milliardenschweren Stiftungen, dem Weltklimarat und dem US-Kongress. Für das TIME-Magazine ist er ein „Held der Umwelt“.

Jetzt packt er aus: „Wir haben viel größere Probleme als den Klimawandel.

„Klimawandel nicht das Ende der Welt!“

„Im Namen von Umweltschützern überall möchte ich mich formal für die Klimapanik, die wir in den letzten 30 Jahren erzeugt haben, entschuldigen.“ Das schrieb Shellenberger für den Onlineauftritt des FORBES-Magazine.

Nach zwei Tagen wurde der Artikel wieder offline genommen. Shellenberger selbst bezeichnet diesen Schritt als „Zensur“. Was er zu sagen hat, bedeutet heute tatsächlich moderne Ketzerei:

„Der Klimawandel findet statt. Er ist nur nicht das Ende der Welt. Er ist nicht einmal unser größtes Umweltproblem.“

„Grüne“ Energien können uns nicht versorgen

Schon länger setzt sich Shellenberger für die Bewahrung der Kernenergie als saubere und sichere Form der Energiegewinnung ein. Erneuerbare „grüne“ Energie wie Sonne und Wind können unseren Bedarf nicht decken, weiß er. Dennoch: Erst jetzt springt er wirklich aus der Reihe moderner „Klimaaktivisten“:

Belga – imago images

Bis vor Kurzem habe er es vermieden, über das Schüren von Klimapanik zu reden. Doch nun fühle er „eine Verpflichtung, mich dafür zu entschuldigen, wie schlimm wir Umweltschützer die Öffentlichkeit in die Irre geführt haben“. Als Ex-Klimahysteriker sei ein Grund für sein Warten Beschämung gewesen. Ein anderer Grund sei Angst.

Das Klimakartell verzeiht nicht

„Ich habe zu der Klima-Desinformationskampagne geschwiegen, weil ich Angst hatte, Freunde und Förderungen zu verlieren. Die paar Male, als ich den Mut aufgebracht hatte, die Klimawissenschaft vor denen, die sie verdrehen, zu verteidigen, gab es rigorose Konsequenzen. Also sah ich meistens nur zu und tat so gut wie nichts, wenn meine Kollegen die Öffentlichkeit in Furcht und Schrecken versetzten.“

rrodrickbeiler – iStock

Selbst als einem „herausragenden Wissenschaftler“ und guten Freund von Shellenberger vom Weißen Haus und den Medien schwere Rufschädigung widerfahren sei, habe er geschwiegen. Dessen Vergehen: Er hatte nachgewiesen, dass Naturkatastrophen nicht zunehmen.

Schlechtes Gewissen gegenüber belogener Jugend

Im letzten Jahr habe Shellenberger es nicht länger ausgehalten. Apokalyptische Aussagen wie „Wenn wir uns nicht um den Klimawandel kümmern, wird in 12 Jahren die Welt untergehen“ (so die sozialistische US-Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez) ließen eine große Anzahl von Bürgern an das nahende Ende der Menschheit glauben – vor allem Kinder.

Rachael Warriner – Shutterstock

„Ob man Kinder hat oder nicht, man muss erkennen, wie falsch das ist“, glaubt der 49-Jährige. „Ich gestehe eine Tochter zu haben, und nachdem wir über die wissenschaftlichen Fakten sprachen, war sie beruhigt. Doch ihre Freunde sind zutiefst desinformiert und haben, verständlicherweise, Angst.“

Mehr als das: Die geschürte Massenpanik vor dem Klimakollaps treibt junge Menschen reihenweise in die Arme von neosozialistischen Parteien wie den Grünen, die unter dem Vorwand des Klimaschutzes am liebsten die Demokratie abschaffen wollen!

Shellenberger beschloss, aufklärerische Fakten in einem Buch zu sammeln. Am 30. Juni erschien es auf Englisch. Der Titel: Apocalypse Never – Why Environmental Alarmism Hurts Us All („Apokalypse Niemals – Warum Umwelt-Alarmismus uns allen schadet“).

12 Fakten, die keiner wissen soll!

Im Artikel teasert Shellenberger diese Tatsachen, die kaum jemand kenne:

  1. Menschen verursachen kein „sechstes Massenaussterben“.
  2. Der Amazonas ist nicht „die Lunge der Welt“.
  3. Der Klimawandel führt nicht zu schlimmeren Naturkatastrophen.
  4. Seit 2003 gibt es weltweit 25 % weniger Brände.
  5. Das Land, das wir für die Produktion von Fleisch nutzen – der größte Landverbrauch des Menschen – hat fast um die Größe von Alaska abgenommen.
  6. Nicht der Klimawandel, sondern die Nutzung von Energieholz und der vermehrte Bau von Häusern an Waldrändern sind der Grund für Brände wie in Australien und Kalifornien.
  7. Der CO2-Ausstoß nimmt in den meisten wohlhabenden Nationen ab – in Großbritannien, Deutschland und Frankreich seit den 1970ern.
  8. Die Niederlande sind reich geworden und nicht arm, indem sie sich an ein Leben unterhalb des Meeresspiegels angepasst haben.
  9. Wir produzieren 25 % mehr Lebensmittel, als wir brauchen und der Überschuss wird wachsen, je wärmer die Erde wird.
  10. Der Verlust von Lebensraum und das gezielte Töten wilder Tiere sind weitaus größere Bedrohungen für die Spezies als der Klimawandel.
  11. Energieholz ist für schlimmer für Meschen und die Tierwelt als der Klimawandel.
  12. Um Pandemien zu verhindern, braucht es mehr, nicht weniger „industrielle“ Landwirtschaft.
Starke Nationen trotzen dem Propagandasturm

In seinem Buch behandele Shellenberger auch finanzielle, politische und ideologische Motive hinter der Klimapanik: „Wenn man einmal realisiert, wie sehr wir desinformiert wurden, oftmals von Leuten mit schlechthin widerwärtigen oder krankhaften Motivationen, ist es schwierig, sich nicht übertölpelt vorzukommen.“

via Twitter

Allerdings sieht er auch Grund zur Hoffnung: „Nationen kehren unverblümt zu ihrem Selbstinteresse zurück und weg vom Malthusianismus und Neoliberalismus. Das ist gut für die Kernenergie und schlecht für Erneuerbare.“

„Die Beweise sind überwältigend, dass unsere hochenergiereiche Zivilisation besser für Mensch und Natur ist als die Niedrigenergie-Zivilisation, in die uns Klima-Alarmisten zurückschicken wollen.“