Was geht da in den Köpfen vor? Auf TikTok erschien ein Video von zwei Teenagerinnen, die eine Abtreibung feiern wie eine Fahrt durch einen Drive-in von McDonalds. Es sind nur 17 Sekunden, aber diese 17 Sekunden machen wirklich fertig.

Mal kurz ein Kind abtreiben…

Am Anfang sehen wir zwei junge Frauen – sie sind vielleicht 18 –, die sich auf die Fahrt in eine Abtreibungsklinik vorbereiten. Eine von ihnen, Ashley, betrachtet ihren Bauch im Spiegel. In einem Schriftzug steht: „Abortion time – TAKE 2“. Es scheint sich also bereits um die zweite Abtreibung zu handeln.

Danach sehen wir Ashley lachend im Auto auf dem Parkplatz der Klinik. Schnitt ins Wartezimmer: Ashley pumpt motiviert mit der Faust, wie jemand, der sich auf einen Bungeejump vorbereitet.

In der letzten Einstellung sitzt sie auf dem Gynäkologenstuhl. Das Personal bereitet sich darauf vor, gleich ihr ungeborenes Kind abzusaugen. Ashley streift sich nochmal posierend durchs Haar. Ihre Freundin zoomt auf den Ultraschallbildschirm – winke, winke…

Bizarres Verständnis von »Frauenpower«!

Das Video zeigt US-Amerikanerinnen, aber es könnten genauso gut Deutsche sein. Denn was man sieht, ist die Konsequenz aus einer Medienlandschaft und ihren Berühmtheiten, die das Beiseiteschaffen von ungeborenen Kindern als „Frauenpower“ verklärt.

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In den USA wie bei uns heißt es: Babys zu töten sei körperliche Selbstbestimmung. Ein Leben im Leib zu beenden, wird als Befreiungsschlag oder sogar als lustig wahrgenommen.

Die Yolo-Jugend von ihrer schlechtesten Seite!

Eine moralisch so heruntergekommene Generation muss nicht mehr auf den oder die Richtige warten, geschweige denn heiraten. Wenn das eigene Handeln keine Konsequenzen mehr hat, ist auch ungeschützter Sex völlig okay. Ergibt im Zweifelsfall noch ein witziges TikTok-Video.

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Man ist darauf eingestellt, im Fall einer Schwangerschaft das Kind einfach schnell loswerden zu können. Wenn man sich für das, was man getan hat, nicht mehr schämen muss, dann kann man es auch gleich problemlos abfeiern.

Sowas kommt von sowas…

Ob US-Democrats oder die meisten Politiker in Deutschland: Wenn man bedenkt, wie leichtfertig über Abtreibungen gesprochen wird, ist es kein Wunder, dass junge Leute diese irgendwann als nichts Besonderes mehr betrachten. Eine Verlängerung der Pille, mehr nicht.

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Mitleid gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft? Nein. Doch auch für die Frauen bleibt der laxe Umgang mit Abtreibungen oft nicht ohne Folgen. Zahlreiche Studien legen nahe, dass viele von ihnen den Schritt irgendwann bitter bereuen.

Wir glauben, dass auch Ashley ihre Entscheidungen einholen und vielleicht ein Leben lang plagen werden. Der Zeitgeist, der ihr den Weg in die Abtreibungsklinik wies, hat auch sie auf dem Gewissen.