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Jesus umbringen, um ihn zum Schweigen zu bringen? Warum ist da nur keiner früher drauf gekommen!

Das Denken eines zukünftigen Religionswissenschaftler

„Wenn du 2.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreisen könntest mit dem Wissen, das du jetzt hast – was würdest du tun?“, fragte ein Twitter-Nutzer den angehenden Religionswissenschaftler Timothy Snediker. Der antwortete „Das ist einfach, ich würde Jesus von Nazareth finden und ermorden.“

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Screenshot Twitter

Schnell kam raus: Timothy Snediker ist Lehrassistent für Religionswissenschaften an der University of California, Santa Barbara.

Nicht der Erste mit der Idee…

Scheinbar ist dem Lehrassistenten entgangen, dass er nicht der erste ist, der diese Idee hatte. „Bro, ein paar Typen haben das bereits versucht. Hat nicht wirklich funktioniert“, schreibt ein Kommentator. Denn die Ermordung und Auferstehung von Jesus ist immerhin der Dreh- und Angelpunkt des christlichen Glaubens.

Screenshot Twitter

Nachdem sein Tweet bereits für Furore sorgte, legte der angehende Religionswissenschaftler dann sogar noch einmal nach:

„Theologisch gesprochen wäre es sehr wichtig, ihn zu erreichen, bevor seine Berufung und sein Wirken beginnen, das gäbe mir also grob 10 Jahre, um Palästina zu erreichen, den Mann zu finden und zu handeln. Ich will nicht im Nachhinein der heldenhafte Judas sein.“

Snediker löscht sich auf Twitter

Auf weitere Kritik reagierte Snediker, indem er ironisch in sein Profil schrieb: „Tim hat Buße getan; nun möchte er Jesus retten“. Kurz darauf löschte er sein Profil ganz.

Inzwischen gibt es ein privates Profil namens „Timothy Snediker“, das nur einen Artikel öffentlich geteilt hat: einen, in dem Judas als Held gefeiert wird. Ob das Profil wirklich von Snediker ist, bleibt unklar.

Hat Jesus sich in Geld verwandelt?

Snediker ist kein Unbekannter. Weitere Aussagen von ihm sind auf professorwatchlist.org festgehalten – einer Plattform, um Dozenten zu dokumentieren, die ihre Position zur ideologischen Einflussnahme missbrauchen.

via UC Santa Barbara

So behauptete Snediker, das Christentum sei in den letzten Jahrhunderten nicht schwächer geworden, sondern habe sich bloß in Kapitalismus transformiert, um die Menschheit zu beherrschen.

Dass nicht mehr Jesus, sondern das Geld die Stelle Gottes einnimmt, folge völlig logisch aus dem Christentum. Säkularisierung sei ebenfalls christlich. Deshalb müsse man anti-christlich sein, um den Kapitalismus zu bekämpfen.

»Das Christentum ist die identitätsstiftende Religion schlechthin«

Snedikers Studienschwerpunkte erstrecken sich weniger über Theologie und Religionsphilosophie, als vielmehr über Psychoanalyse, Klimawandel, Polizei und „Black Studies“. Warum er das Christentum derart attackiert, hat er einmal selbst gesagt:

„Das Christentum ist die identitätsstiftende Religion schlechthin: Es arbeitet unablässig, um die Identität eines Menschen zu individualisieren, zu legitimieren und mit einem Wert zu belegen. Auf diese Weise wurde das Christentum als ein privilegiertes Machtinstrument eingesetzt.“