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Der aktuell reichste Mann der Welt sieht den Säuberungstsunami in den sozialen Netzwerken äußerst skeptisch.

Silicon Valley macht sich noch mehr Feinde

Tesla-Chef Elon Musk warf am Montag seine Meinung zur Zensur von US-Präsident Donald Trump durch Facebook und Twitter in die Waagschale. Musk twitterte: „Eine Menge Leute werden super unglücklich darüber sein, dass High-Tech von der Westküste nun faktisch Gebieter der freien Rede ist.“

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Twitter-Boss Jack Dorsey hatten Donald Trump nach dem „Sturm auf das Kapitol“ durch dessen Anhänger am vergangenen Mittwoch von ihren Plattformen verbannt.

»Amazon auseinandernehmen!«

Musk hatte die Zensurwut der großen Internetkonzerne bereits in der Vergangenheit kritisiert. Als Amazon im Juni ein E-Book eines ehemaligen Reporters der New York Times über die Corona-Krise zensierte, tweete der 49-Jährige an Amazon-Gründer Jeff Bezos: „Das ist wahnsinnig.“


Wenige Minuten später legte er nach. Seinen 42 Millionen Abonnenten empfahl Musk: „Zeit, Amazon auseinanderzunehmen. Monopole sind falsch!“


Tatsächlich nahm Amazon das Buch wieder ins Sortiment.

Musk überholt Bezos

Nur Stunden nachdem Zuckerberg angekündigt hatte, Trumps Konto lahmzulegen, tweete Musk ein Meme, das Facebook und den Sturm aufs Kapitol verknüpft: „Das nennt man den Domino-Effekt“, kommentierte der Mitgründer des Bezahldienstes PayPal.


Während die Twitter-Aktie am Montag zeitweise mehr als zwölf Prozent an Wert verlor und auch Facebook an der Börse unter Druck gerät, feiert die Tesla-Aktie indes aktuell ein Rekordhoch. Und auch das dürfte Musk gefallen: Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Amazon-Boss Bezos um den Titel reichster Mensch hat er seit einigen Tagen erstmals die Nase vorn.