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Am 22. Mai 2017 kostete das Attentat eines islamistischen Selbstmörders im englischen Manchester 23 Besuchern eines Ariane-Grande-Konzerts das Leben – verletzt wurden über 800. Jetzt äußerte sich ein Sicherheitsmann, der zum Tatzeitpunkt in der Manchester Arena arbeitete.

Manchester-Sicherheitsmann macht Aussage in öffentlicher Untersuchung

Kyle Lawler war 18 Jahre alt und arbeitete bei einer Sicherheitsfirma, als der polizeibekannte Salman Abedi eine Rucksack-Sprengladung mit Metallteilen während eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande explodieren ließ. Später bekannte sich der Islamische Staat zu der Bluttat, deren jüngstes Opfer gerade mal 8 Jahre alt wurde.

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All diese Menschen wurden bei dem Anschlag in Manchester getötet.

In einer öffentlichen Untersuchung kam nun heraus, dass Lawler ein „schlechtes Gefühl“ beim Anblick des ganz in schwarz gekleideten, späteren Attentäters gehabt haben soll.
Etwa 3 bis 4 Meter entfernt soll der als „zappelig und verschwitzt“ beschriebene Abedi vom Wachmann entfernt gewesen sein, bevor er sich fünf Minuten später in die Luft sprengte.

„Ich hatte ein schlechtes Gefühl, was ihn anbetraf, aber nichts, um es zu rechtfertigen“, erklärte Kyle Lawler. Er versuchte zwar noch, Kollegen mit einem Funkgerät zu erreichen, kam aber nicht gegen den hohen Funkverkehr in der Nacht an.

Schockierendes Geständnis des Wachmanns: »Ich hatte Angst, als Rassist abgestempelt zu werden«

Schließlich gab Kyle Lawler es einfach auf, die Nachricht mit seinem Funkgerät weiterzuleiten und setzte seinen Job fort, als wäre nichts geschehen. Sein Vorgehen begründete er so:

„Ich war mir nicht sicher, was ich tun sollte. Es ist sehr schwer, einen Terroristen zu erkennen. Soweit ich weiß, hätte er auch ein unschuldiger asiatischer Mann sein können.“

Überwachungsaufnahme des Attentäters.

Weiter erklärte Lawler in der öffentlichen Untersuchung: „Ich wollte nicht, dass Leute denken, ich würde ihn aufgrund seiner Herkunft und seines Aussehens verurteilen. Ich hatte Angst, falsch zu liegen, als Rassist abgestempelt zu werden und dafür in Schwierigkeiten zu geraten. Deswegen zögerte ich. Ich wollte es richtig machen und nicht etwa überreagieren und jemanden aufgrund seiner Hautfarbe verurteilen.“