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Wer kennt es noch? Die guten alten Zeiten, als noch nicht alles politisiert wurde und man hören konnte, was einem gefiel. Heutzutage soll man auch privat nur noch hören, was durch den Wokeness-Rat von Vice und Spotify als gut eingestuft wurde.

Jetzt wird auch der persönliche Musikgeschmack zum Politikum

Aktuell scheint wieder ein Wettstreit um das wokeste Unternehmen entbrannt zu sein. Nachdem Edeka schon ein Weihnachtslied entfremdete und titelte „Lasst uns froh und bunter sein“, folgt nun Spotify.

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Dafür bezahlte der Musikstreaming-Dienst das Online-Magazin Vice für einen ganzen Werbeartikel mit dem nicht gerade subtilen Titel: „Wie du mit dem richtigen Soundtrack Haltung beweist“.

Vice via Facebook

Und da geht es auch direkt zur Sache. Die Autorin Nina Damsch erzählt, wie sie im Jahresrückblick von Spotify Ende 2019 geschockt feststellen musste, wie undivers ihr Musikgeschmack gewesen sei. Deshalb hätte sie sich vorgenommen, für das Jahr 2020 schön brav die „Black Lives Matter“-Playlist oder den Podcast von Luisa Neubauer zu streamen.

Spätestens da fragt man sich, für wen hier eigentlich Werbung gemacht wird.

Für die Autorin ist klar: Spätestens seit 2020 ist Musikhören Aktivismus. Es hat weniger damit zu tun, was einem tatsächlich gefällt, sondern mehr mit der Frage, wer die Musik produziert hat. Nach einem Jahr kann Nina nun glücklich feststellen, dass es ihr gelungen ist, ihren musikalischen Jahresrückblick diverser zu machen.

via Facebook

Ob der Text nun Werbung für die Wokeness von Nina Damsch, für die „Black Lives Matter“-Playlist oder doch für die Funktion des Jahresrückblickes bei Spotify macht, bleibt nach Lesen des Artikels unklar. Hängen bleibt auf jeden Fall der unglückliche Versuch eines weiteren Unternehmens, den Zeitgeist für seinen finanziellen Profit zu nutzen.