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Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach sorgt mit einem Tweet für Wirbel. Darin beschwert er sich über Menschen, die arbeiten und dabei bei weitem nicht so viel verdienen wie er.

Lauterbach wollte in Ruhe im Café sitzen

SPD-Spitzenpolitiker Karl Lauterbach saß am Donnerstag gemeinsam mit Spiegel-Journalist Markus Feldenkirchen in einem Berliner Café. Draußen unter dem Heizpilz um 10 Uhr vormittags.

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Screenshot Twitter

„Aber kaum wird das Gespräch spannend“, beschwert sich Lauterbach, „kommen die komplett überflüssigen Feinstaub/Lärm spuckenden ‚Laubbläser‘…“

Gemeint sind zwei Mitarbeiter der Stadtreinigung, die mit ca. 1.500 bis 2.000 Euro Monatsgehalt über die Runden kommen müssen. Lauterbach ärgert sich über den Krach, den ihre wichtige Arbeit macht. Als Bundestagsabgeordneter bekommt er 10.083,47 Euro „Entschädigung“.

Grünrote Twitter-Nutzer wollen verbieten, was sie nicht verstehen

Viele SPD- und Grünen-Fans fordern auf Twitter ein Verbot der in ihren Augen „überflüssigen“ Arbeit. Eine Nutzerin fordert, die Mitarbeiter der Stadtreinigung doch einfach mit Besen loszuschicken. „Ging Jahrhunderte“, schreibt sie.

Screenshot Twitter

Mehrere Lauterbach-Anhänger beweisen in ihren Beiträgen, dass sie die Arbeit, die sie verbieten wollen, nicht einmal verstehen. Die Kommentarspalte ist voll mit Tweets, in denen Unverständnis geäußert wird, warum man Laub überhaupt „hin und her bläst“.

Dann räumt die Berliner Stadtverwaltung selbst auf und erklärt den Arbeitsvorgang, der Lauterbach so aufregt: Das Wegblasen des Laubs verhindert, dass Menschen wie Karl Lauterbach darauf ausrutschen, wenn es feucht wird. Sobald es auf die Straße geblasen wurde, kommen nämlich Reinigungsfahrzeuge und saugen es ein.