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Die CDU-Führung blamiert sich auf ihrem eigenen Parteitag und tritt in die unrühmlichen Fußstapfen der Nationalmannschaft. 

Die Nationalhymne erklingt – und die CDU singt nicht mit

Die CDU hat einen neuen Parteichef: Auf dem digitalen Parteitag setzt sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gegen seinen Konkurrenten Friedrich Merz durch. Am Ende tritt das Ergebnis jedoch in den Hintergrund.

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Wegen der Corona-Pandemie fand der CDU-Parteitag größtenteils digital statt. Nur der Vorstand und die Kandidaten waren anwesend.
sepp spiegl – imago images

Als die deutsche Nationalhymne erklingt, singt Laschet zwar beherzt mit – aber der Großteil des CDU-Vorstandes bleibt völlig stumm! Bilder, die man sonst nur vom Fußball kennt. Die Zuschauer sind jedenfalls nicht begeistert.

Wie bei der Nationalelf!

Ein Mitglied der Jungen Union fragt ironisch: „Stört es mich als einzigen, dass 3/4 des CDU-Vorstands unsere Nationalhymne nicht mitgesungen haben?“ Ein anderer Zuschauer zieht einen Vergleich mit der jahrzehntealten Debatte um die deutsche Fußballnationalmannschaft, bei der viele Spieler die Nationalhymne ebenfalls nicht mitsingen.

Eine besonders kreative Erklärung hat der User @Tom_Koester parat: Die Funktionäre haben nur deshalb nicht mitgesungen, um eine Infektion der Umstehenden zu vermeiden. Na dann.

Es ist nicht der erste Vorfall, der ziemlich tief in die Gesinnung der früher mal konservativen Partei blicken lässt. Viele Zuschauer dürften sich an die Bundestagswahl 2013 erinnert haben.

Merkels Ekel vor der Deutschlandfahne

Dort war die CDU zwar mit 41,5 % bei weitem stärkste Partei im Bundestag geworden. Auf der Wahlparty kam es dann aber zu einer eindeutigen Szene:

Zufällig landet eine Deutschlandfahne auf der Bühne – Bundeskanzlerin Merkel lässt sie aber ganz schnell wieder verschwinden. Nicht, ohne die Gelegenheit zu nutzen und dabei angeekelt den Kopf zu schütteln. Ist es da ein Zeichen, dass Armin Laschet als ausgewiesener Merkelianer gilt?