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Trump kritisierte Chinas Umgang mit Minderheiten klar und deutlich. Biden relativiert sie als „kulturelle Normen“ – und erklärt uns, warum der chinesische Staatspräsident Xi Jinping gar nicht anders handeln könne.

Trump-Administration sprach deutlich von »Völkermord«

China gehört zu den größten und totalitärsten Staaten der Welt. Ethnische Minderheiten wie die Uiguren oder Tibeter werden systematisch unterdrückt. Chinesen werden gezielt in deren Gebieten angesiedelt, um die einheimische Bevölkerung zu verdrängen.

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Derzeit befinden sich über eine Million Uiguren in Internierungs- und Umerziehungslagernlagern. Gefangene werden zwangssterilisiert, gefoltert, zur Arbeit und zur Abtreibung gezwungen. Deshalb sprach Trumps Außenminister Mike Pompeo von „Völkermord“.

Chinesischer Staatspräsident »nutzt seine Vernunft«

Vor der Wahl sprach auch Biden von Völkermord. Doch im jüngsten Gespräch mit CNN versuchte er, Chinas Umgang mit ethnischen Minderheiten zu rechtfertigen. In der chinesischen Geschichte sei „China von der Außenwelt schikaniert“ worden, „wenn es daheim nicht geeint war“.

Daraufhin erklärt er: „Xi Jingpings zentrales Prinzip muss ein geeintes, streng kontrolliertes China sein. Und er nutzt seine Vernunft für sein Handeln, das darauf basiert.“ Er habe auch Xi erklärt: „Kein amerikanischer Präsident könne sich halten, wenn er nicht die Werte der Vereinigten Staaten widerspiegelt.“

Nach einer Aufzählung chinesischer Vergehen und Gestammel schließt Biden: „Er versteht es! Kulturell gibt es unterschiedliche Normen in jedem Land und von ihren Führern wird erwartet, dass sie diesen folgen.“ Auch der kanadische Premierminister Trudeau will noch nicht von Völkermord sprechen, weil der Begriff „klar und ordnungsgemäß gerechtfertigt und erwiesen“ sein müsse.