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Ein Hobby wie jedes andere auch oder Kindersatz? Viele Frauen kaufen sich für viel Geld lebensechte Baby-Puppen.

Bis zu 400 Euro für Neugeborenen-Puppe

„Sie sind heute sehr weinerlich, ich weiß auch nicht warum“, erklärt Mary Zaun, deutsche YouTuberin und laut Eigenbezeichnung „stolze Reborn-Mami“.

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Sie hat ein Kinderzimmmer, ein Babybett, einen Wickeltisch, ein Bällebad und alles, was man zur Versorgung von Babys braucht. Einziger Unterschied zu einer echten Mutter: Marys „Babys“ sind nicht echt.

Mary sammelt sogenannte „Reborns“, lebensecht gestaltete Baby-Puppen. Der Trend kommt aus den USA und boomt. Immer mehr Frauen holen sich zum Preis von oft rund 400 Euro die Neugeborenen-Attrappen.

Viele Frauen bleiben trotz Kinderwunsch kinderlos

Mary bezeichnet ihre Reborns als Hobby und warnt davor, dass diese Puppen „zu keinem Zeitpunkt Kinderersatz sein können oder dürfen“. In einem ihrer Videos erklärt sie, dass ihr die Vinyl-Babys dabei helfen, ihr Leben auch in schwierigen Situationen zu meistern. Aber stimmt das?

Laut einer forsa-Umfrage von 2016 geben fast alle Frauen zwischen 18 und 30 Jahren an, dass sie sich mindestens ein Kind wünschen. Der Anteil derer, die kinderlos bleiben möchten, liegt gerade einmal bei 10 Prozent.

Dem stehen Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 2018 gegenüber, wonach die Kinderlosenquote bei heute 45- bis 49-jährigen Frauen bei bis zu 28 Prozent in urbanen Zentren liegt. Und das, obwohl die Geburtenrate früher noch höher war als heute.