Ein US-amerikanischer Professor geriet in Schwierigkeiten, weil er einfach seinen Job gemacht hat.

Chinesisch jetzt rassistisch? Professor wegen Füllwort unter Rassismus-Verdacht!

Greg Patton arbeitet als Professor für Unternehmenskommunikation an der Universität von Südkalifornien. Neulich brachte er seinen Studenten Verzögerungslaute wie „ähm“ oder „öhm“ aus verschiedenen Sprachen bei. Dass ihm ausgerechnet diese interkulturelle Kompetenz nun als Rassismus ausgelegt wird, hätte er wohl nicht gedacht.

In einem rund 20-sekündigen Video hört man Patton nach ein paar einleitenden Worten Beispiele für fremdsprachige Verzögerungslaute nennen – dabei fällt auch das chinesische Füllwort „nà ge“.

Wie in anderen Sprachen auch, kann es Verlegenheit, Unschlüssigkeit oder Ironie andeuten.

Grund für die absurden Rassismusanschuldigen: Das Wort wird in etwa wie „nega“ ausgesprochen.

Professor muss Kurs abgeben: Uni bietet Studenten Hilfe an

Gegenüber dem Studenten-Magazin „Campus Reform“ äußerte sich das Institut wie folgt:

„Neulich hat ein Mitglied der USC Marshall School of Business ein chinesisches Wort genutzt, das sich ähnlich anhört wie eine rassistische Beschimpfung aus dem Englischen. Wir nehmen den geschichtlichen, kulturellen und schädlichen Einfluss rassistischer Sprache zur Kenntnis.“

Weiter heißt es: „Patton stimmte einer kurzfristigen Pause zu, während wir versuchen, die Situation besser zu verstehen und weitere Schritte einzuleiten.“

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Wie diese weiteren Schritte aussehen werden, ist noch unklar. Fürs Erste jedoch übernimmt ein anderer Professor die Lehrveranstaltung und die Hochschule organisiert „Unterstützungsmaßnahmen für alle Studenten, die nun Hilfe brauchen“.

Es gelte die Verpflichtung, „eine Kultur von Respekt und Würde zu errichten, in der alle Mitglieder der Gemeinschaft sich sicher und unterstützt fühlen können.“

Ob Dozenten sich allerdings wirklich sicher fühlen, wenn sie wissen, dass sie jederzeit grundlos für haltlose Rassismusvorwürfe suspendiert werden können, bleibt indes fraglich.