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Dr. Carl Hart findet den Konsum harter Drogen nicht schlimmer als den von Alkohol. Bei seinem Wunsch nach Entkriminalisierung setzt er allerdings auf den falschen Politiker.

Professor mag auch Crystal Meth

Hart lehrt Psychologie und Neurowissenschaften an der New Yorker Columbia University und hat kein Problem damit, öffentlich zuzugeben, nach Feierabend am liebsten mit „ein paar Linien Heroin am Kamin“ zu entspannen. Das schreibt er seinem Buch über Drogenkonsum für Erwachsene über das u.a. die New York Post (NYP) berichtet.

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Neben Heroin genießt der 54-Jährige aber auch Ecstasy und Methamphetamine. Auch eine bei Junkies beliebte synthetische Substanz, die man in Badesalzen finde, habe er schon probiert. Harts Urteil: „unzweideutig wundervoll“.

Laut NYP bewirkt diese als Flakka bekannte Substanz allerdings starke Halluzinationen bei Menschen, die sich im Rausch zudem oftmals die Kleider vom Leib reißen und in fremde Häuser einbrechen. Zudem gelten Meth und Heroin zu den vier tödlichsten Drogen überhaupt.

Es hat mit Rassismus zu tun…

Harts Forderung, solch harte Drogen zu legalisieren, sind also weit von Rufen entfernt, etwa Marihuana zu medizinischen Zwecken zuzulassen. Dem vierfachen Vater zufolge sind Drogen an sich gar nicht das Problem.

Harts Verlag bewirbt sein Buch mit der Behauptung, dass nicht Drogen, sondern deren „Kriminalisierung und Dämonisierung“ eine „erhebliche Geißel für Amerika“ gewesen seien – und zwar „nicht zuletzt in der Verstärkung des strukturellen Rassismus dieses Landes“. Tatsächlich sind die Gefängnisse in den USA mit mehrheitlich Schwarzen gefüllt. Viele sitzen wegen Drogendelikten.

Hart, der Hoffnungen in Joe Biden setzt, die nationale Drogenpolitik zu lockern, verkennt aber eines: Es war Biden, der als Senator maßgeblich unterstützt hat, dass der Besitz von Drogen wie Crack, die vor allem Schwarze konsumieren, weitaus drakonischer bestraft wird als der Besitz von Drogen, die eher bei Weißen beliebt sind.