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Nach Wochen und Monaten der rechtlichen Kämpfe hoffte US-Präsident Donald J. Trump auf seinen Vizepräsidenten Mike Pence. Diesem erklärte Trump die Tragweite der Entscheidung mit einfachen Worten.

Zwei Monate lange Rechtskämpfe nach der US-Wahl

Mehrere Ungereimtheiten bei der US-Präsidentschaftswahlen vom 3. November 2020 warfen Fragen auf. Wahlbeobachter wurden der Wahllokale verwiesen, bevor nachts weiter gezählt wurde. Die teilweise eingesetzte Wahl-Software wurde kritisiert.

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26. Oktober 2020: Bürger gaben in Georgia bereits vor allgemeinem Wahlbeginn an den umstrittenen Maschinen ihre Stimmen ab.
ZUMA Wire – Imago Images

Teilweise sprangen hunderttausende Stimmen innerhalb weniger Minuten von Trump zu seinem Herausforderer Joe Biden. Des Weiteren hat laut US-Verfassung in jedem Staat die Legislative das alleinige Recht, Wahlprozesse zu leiten und Wahlmänner zu ernennen.

Dieses Recht wurde in vielen Staaten mit republikanischer Legislative übergangen. Stattdessen veränderten demokratische Gouverneure und Juristen nach Gutdünken das Wahlrecht zu ihren Gunsten.

Patriot oder Pussy?

All diese Ungereimtheiten führten dazu, dass Trumps Anwaltsteam in betroffenen Staaten eine Überprüfung einforderte. Jede Klage wurde mit hunderten Seiten voller Indizien und Beweise untermauert. Die Klagen wurden teils abgewiesen und teils wurden die Stimmzettel-Zählungen wiederholt.

6. Januar 2020: Vizepräsident Mike Pence und Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi bei der Zertifizierung der Wahlmänner.
ZUMA Wire – Imago Images

Nachdem sogar der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten es abgelehnt hatte, sich der Sache anzunehmen, gab es nur noch eine Chance: Vizepräsident Mike Pence hätte die Zertifizierung bestimmter Wahlmänner aus zweifelhaften Staaten verweigern können. Pence nutzte die Chance nicht, sondern zertifizierte die Wahlmänner.

Symbolbild
White House – Flickr

Da sich dies bereits in den Wochen zuvor abzeichnete, hat Trump noch am Morgen des 6. Januar den Vizepräsidenten angerufen: „Du kannst entweder in die Geschichte eingehen als Patriot oder du kannst in die Geschichte eingehen als Pussy“, soll Trump ihm erklärt haben.

Ist das Zitat echt?

Die New York Times berichtete mit Berufung auf eine anonyme Quelle. „Anonyme Quellen“ wurden in der Vergangenheit oft benutzt, um Trump aus unbelegten Äußerungen einen Strick zu drehen. So wurde ihm nachgesagt, er habe gefallene US-Soldaten als „Verlierer und Trottel“ bezeichnet.

Diese Anti-Militär-Aussage ist allerdings nicht nur unsinnig, sondern wurde von vielen Augenzeugen bestritten. Also scheinbar ein Medien-Manöver, um Trump von einer seiner stärksten Wählergruppen, den Veteranen, zu trennen. Den Patriot-oder-Pussy-Satz halten wir allerdings inhaltlich und rhetorisch für glaubwürdig und auch für viel zu amüsant, um ihn unseren Lesern vorzuenthalten.