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Särge, mit denen man so schnell wie nie zuvor zersetzt wird: in Deutschland aktuell immer beliebter!

Sterben wird zur Umweltsünde

„Wie sieht eine CO2-neutrale Bestattung aus?“, fragt Columba, das Branchenmagazin für Bestatter. „Seitdem der Klimawandel und die Bewegung ‚Fridays for Future‘ in aller Munde ist, spielen ökologische Gesichtspunkte auch bei der Bestattung zunehmend eine Rolle.“

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Und die Lage ist ernst: Aktuell lassen sich in Deutschland 73 % aller Verstorbenen einäschern und in einer Urne beisetzen. Die CO2-Bilanz der Verbrennung sei laut Klimaaktivisten allerdings fatal. Immerhin werden Krematorien in der Regel mit Gas betrieben und laufen bei 760 bis 1.150 Grad rund 75 Minuten für einen Toten.

Das entspricht etwa so viel, wie ein lebendiger Mensch im ganzen Monat in seiner Wohnung verbraucht.

Neue Särge für »grüne Bestattungen«

Der Markt für CO2-ärmere Bestattungsformen wächst – und die Branche reagiert. Neben Särgen aus regionalen Naturstoffen gelten sogenannte Öko-Särge als der Mega-Trend schlechthin.

via TU Delft

Um den Kundenwunsch nach eigener biologischer Abbauung zu bedienen, produziert ein niederländisches Unternehmen jetzt Särge aus Pilzfasern. Das Herstellerversprechen: In diesen Särgen werden Sie in nur 2-3 Jahren komplett abgebaut.

Wie in vielen Fragen rund um den Tod, scheiden sich an der neuen Sargform die Geister. Befürworter finden die Vorstellung schön, schnell „eins mit der Natur“ zu werden und dabei auch noch den Klimawandel zu bekämpfen.

Kritiker sehen die Pilzsärge als Symptom einer Zeit, die sich mehr Gedanken über die eigene Entsorgung als über den Erhalt macht.