Das Northwest Filmcenter in der linken US-Hochburg Portland hat eine Filmvorführung der Arnold Schwarzenegger-Komödie „Kindergarten Cop“ aus dem Programm genommen. Eine linke Autorin hatte sich zuvor über die positive Darstellung der Polizei aufgeregt.

Linke Zensurwut schlägt wieder zu

Kindergarten Cop hätte eigentlich die örtliche Sommer-Autokinosaison des Northwest Filmcenter in Portland eröffnen sollen. Das passte der dort ansässigen linken Autorin Lois Leveen jedoch überhaupt nicht. „An der Anwesenheit von Polizisten in Schulen ist überhaupt nichts unterhaltsam“, kommentiert diese auf Twitter und Facebook.

„Ja, Kindergarten Cop ist nur ein Film“, meint die Black Lives Matter-Sympathisantin. „Das sind Birth of a Nation und Vom Winde verweht auch, doch wir erkennen, dass solche Filme kein ‚Spaß für die Familie‘ sind. Das sind Relikte, die zeigen, wie Popkultur rassistische Annahmen nährt. Kindergarten Cop romantisiert übermäßigen Polizeieinsatz in den USA.“

Typisch für linke Denunzianten, ruft sie Gleichgesinnte dazu auf, sich bei der Direktorin des Filmcenters zu beschweren: „Sagt dem NW Filmcenter, es gibt nichts Lustiges daran, wenn Cops Schulkinder traumatisieren!“

Belehrstück ersetzt Familienkomödie

Der Druck wirkte. Obwohl die Veranstalter Kindergarten Cop als Eröffnungsfilm der Autokinosaison ausgesucht hatten, da er im selben Bundesland Oregon gedreht wurde und dieses Jahr sein 30. Jubiläum feiert, gaben sie der linken Kritik offenbar kampflos nach.

John Lewis wird von Obama umarmt.
bswise – Flickr

Anstelle des beliebten Komödienklassikers wird nun ein Dokumentarfilm über John Lewis, einen im Juli verstorbenen schwarzen Bürgerrechtler gezeigt. Die Veranstalter hätten sich auch vor die Leinwand stellen und 90 Minuten lang „We are sorry!“ sagen können.

Welcher Film ist überhaupt noch sicher?

In Kindergarten Cop spielt Schwarzenegger einen harten Drogenfahnder, der erst nur widerwillig undercover in einem Kindergarten ermittelt. Im Laufe der Handlung weicht Schwarzeneggers Charakter im Umgang mit den Kindern aber derartig auf, dass er sogar beschließt, seine Marke abzugeben und Vorschullehrer zu bleiben. So gesehen ist der Film für seine Zeit fast linkspolitische Avantgarde.

Arnold Schwarzenegger als harter Drogenfahnder undercover im Kindergarten.
Universal

Gewalt wendet der Protagonist nur gegen Bösewichte an. Man muss schon reichlich verbittert sein, um hierin ein verkapptes Plädoyer für Polizeigewalt oder sonst irgendetwas Anstößiges zu erkennen.

Das Ende des Polizeifilmgenres?

Im Zuge der Black Lives Matter-Proteste nach dem Tod von George Floyd nahm der Fernsehsender FOX die seit 32 Jahren erfolgreich laufende Reality-Show Cops aus dem Programm. Ein Produzent der Serie Monk entschuldigte sich auf Twitter dafür, dazu beigetragen zu haben, „dass man im Großen und Ganzen annimmt, Cops seien vorbehaltlos die Guten“.

Während Spielzeughersteller LEGO in den USA das Marketing für seine LEGO City Police Station einstellte, geriet selbst die Kinderzeichentrickserie Paw Patrol über Hundepolizisten ins Visier der Zensoren – erneut.

Schon 2019 hatte das US-Magazine Vulture die mehrheitlich männlichen Hunde mit Dienstmarken als „verachtenswerten Müll“ bezeichnet. Noch hält der Sender Nickelodeon dem Druck der Cancel Culture Stand.

FlinkFeed hat unlängst Filmklassiker vorgestellt, die man sich noch schnell besorgen sollte, bevor linke Kulturmarxisten wie Leveen sie auf den Index setzen.