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Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Biermarke „Mohren“ der Rassismusvorwurf treffen würde. Doch während Linke der Brauerei den Konkurs wünschten und Boykotte forderten, konnte die ihren Absatz sogar noch steigern.

Mohren-Brauerei: Ein Name mit langer Tradition gerät in die Kritik

Die Mohren-Brauerei befindet sich in Österreich im voralbergischen Raum. Hier hat Josef Mohr bereits 1784 eine Gaststätte mit angeschlossener Brauerei eröffnet.

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Angelehnt an seinen Namen hieß die Gaststätte „Zum Mohren“ und erhielt als Logo das Familienwappen, das einen Mohren abbildet. Schnell gewann die Gaststätte und das von ihr gebraute Bier an Bekanntheit und Beliebtheit.

Screenshot via Instagram

Die Marke „Mohrenbräu“ ist seit über 200 Jahren ein fester Bestandteil des Voralberger Lebens. Die Marke und ihr Logo stehen für Tradition, Heimat und soziales Engagement.

Die Silhouette eines Schwarzen auf den Flaschen bot einigen Nutzern in den sozialen Medien nun allerdings Anlass, die Brauerei aufzufordern, ihren Namen und ihr Logo sofort zu ändern. Vorwurf: Rassismus. Geschäftsführung und Mitarbeiter wurden im Zuge eines Shitstorms als „Nazis“ und „Dreckspack“ beschimpft.

Mohr als Namensgeber und Qualitätssiegel

Ist der Mohr rassistisch? Schwarze selbst sagen nein! Im Gegenteil: Früher war der Mohr ein sehr positives Symbol und diente als praktischer Namensgeber für Straßen, Apotheken, Wappen oder sogar als Qualitätsmerkmal. Dass die Rassismusanschuldigungen also jeder Grundlage entbehren, hat auch die Mohren-Brauerei so gesehen und ihren Namen und ihr Logo beibehalten.

Screenshot via Instagram

Wer jetzt denkt, dass die Brauerei daraufhin mit starken Umsatzeinbußen fertig werden musste, irrt. Auch hier im Gegenteil: Die Nachfrage nach dem Mohren-Bier stieg so stark, dass Zusatzschichten geschoben und fünf neue Mitarbeiter eingestellt werden mussten, um den Bedarf zu decken.

Die Voralberger halten zu ihrer Brauerei

Auffällig ist, dass laut dem Geschäftsführer die Rassismus-Vorwürfe immer lauter werden, je weiter die Leute von der Brauerei entfernt wohnen. Viele Voralberger hätten die Brauerei jedoch in der Zeit durch viele Briefe, Gespräche und auch durch ihren Einkauf unterstützt. Für den Geschäftsführer lässt das nur einen Schluss zu:

»Unseren Namen werden wir behalten!«

Damit macht es die österreichische Brauerei einem Schweizer Mohrenkopf-Produzenten gleich, der seinen Umsatz verdoppelte, nachdem er nicht vor linken Forderungen eingeknickt war.