Der Mann, der im Verdacht steht, letzten Samstag in Portland einen Trump-Anhänger auf offener Straße hingerichtet zu haben, ist bekennender „Antifaschist“, der Krieg will. Ein Video von der Tatnacht zeigt, wie die Antifa die Tat abfeiert.

Kaltblütig erschossen, weil er Trump wählt

Der 39-jährige Aaron „Jay“ Danielson wurde am Abend des 29. August auf offener Straße mit zwei Schüssen in die Brust niedergestreckt. Der Portlander hatte an einem 600 Autos starken Korso für Donald Trump teilgenommen, der von linksradikalen Protesten gestört worden war. Auf dem Kopf trug Danielson ein Baseball-Cap der regionalen konservativen Gruppe Patriot Prayers. Sie könnte ihm zum Verhängnis geworden sein.

„Sie haben ihn gejagt“, glaubt Danielsons Begleiter, Chandler Pappas, später. „Sie haben uns gejagt.“ Er ist sicher, dass der Schütze ein Fremder war, der sie gezielt anhand ihrer Kopfbedeckung ausgesucht habe. „Ich glaube, dass es geplant war. Ich glaube, dass sie jemanden gesucht haben, dem sie weh tun können.“

Tatsächlich ist auf einer Handyaufnahme zu hören, wie vor den Schüssen jemand mehrmals ruft: „We got a Trumper right here!“

Antifa am Abzug

Als dringend tatverdächtig gilt der 48-jährige Michael Forest Reinoehl, ein Mitglied der Antifa und Anhänger der Black Lives Matter-Bewegung. Bereits im Juli hatte die Polizei Reinoehl bei Antifa-Aufständen verhaftet, da er u. a. im Besitz einer illegalen Waffe war. Die Vorwürfe wurden aber nicht weiterverfolgt.

Screenshot via Instagram

Reinoehl, der auf dem Nacken die „Black Power“-Faust tätowiert hat, kündigte auf Instagram Großes an: „Es gibt viele Demonstranten, die einfach nur demonstrieren und keinen Schimmer haben, was das bedeutet. Das ist nur der Anfang, da beginnt der Kampf bloß. (…)

Ich bin 100 % ANTIFA bis zum Ende! Ich bin bereit, für meine Brüder und Schwestern zu kämpfen! Selbst, wenn manche von ihnen nicht wissen, wofür Antifa wirklich steht. (…) Es wird Krieg sein und wie in allen Kriegen, wird es Opfer geben.“

»Nicht traurig, dass ein
scheiß Faschist tot ist!«

Neben der Aufnahme der Hinrichtung existiert ein weiteres verstörendes Video aus jener Nacht. Es zeigt mehrere dutzend Schwarzvermummte wie bei einer Truppenaufstellung. Aus ihrer Mitte heraus macht eine junge Frau eine Kampfansage:

„Unsere Gemeinschaft kommt auch ohne die Polizei klar. Wir können unseren Müll selbst raustragen.“

Was mit „Müll“ gemeint sein könnte, erklärt sich mit dem nächsten Satz. Unter dem anschließenden Jubel der anderen, schreit die Frau: „Ich bin nicht traurig darüber, dass heute ein scheiß Faschist gestorben ist.“

Enge Freunde des Opfers beschreiben Danielson als „stolzen Portlander, der seine Gemeinde und ihre Bewohner wirklich geliebt hat“. Er sei ein „freiheitsliebender Amerikaner, der starb, weil er seine Überzeugung zum Ausdruck gebracht hat.“

UPDATE: Bei Festnahme von US-Polizei erschossen

In einem Interview mit dem Magazin Vice gab Reinoehl an, aus Notwehr geschossen zu haben, um sich gegen einen angeblichen Messerangriff zu verteidigen. Die Polizei glaubte ihm diese Version nicht und erließ einen Haftbefehl. Die Festnahme-Situation eskalierte und Reinoehl wurde erschossen.