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Helge Lindh, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Wuppertal, macht seinem Ruf als wahrscheinlich aktuell peinlichster Politiker der Nation wieder alle Ehre. In seinem unermüdlichen Kampf gegen die AfD hat er sich nun etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Es ist okay, wenn man es selbst tut

Zu den beliebtesten Dauervorwürfen insbesondere der SPD gegenüber der AfD gehört die Behauptung, die konservative Partei würde den Parlamentarismus nicht ernstnehmen und sogar lächerlich machen.

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Ironischerweise liefern zwar dieselben Ankläger immer wieder selbst Paradebeispiele für das, was sie der AfD vorwerfen, aber der jüngste Auftritt von Helge Lindh sprengt noch einmal jede Skala. Was ist geschehen?

Gedichte gegen Rechts

Anlässlich des 500. Jahrestags des Beginns der Bibelübersetzung durch Martin Luther beantragte die AfD, das Jahr 2021 zum „Jahr der deutschen Sprache“ zu erklären.

Im Zuge von Symposien, Diskussionsrunden und Festveranstaltungen sollte auf Geschichte, Wert und Bedrohung unserer Sprache hingewiesen werden. Anlässlich aggressiv betriebener ideologisch motivierter Sprachsteuerung ein zumindest nachvollziehbarer Gedanke.

Helge Lindh konnte das natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Seine Redezeit nutze der SPD-Politiker, um den besten Beweis zu liefern, warum so ein Jahr der deutschen Sprache vielleicht tatsächlich eine gute Idee ist. Mit hölzern vorgetragenen Versen brachte er eine typische SPD-Rede in klapprige Reime.

Der peinliche Auftritt ist sicher nicht die bizarrste Aktion gegen Rechts, aber ganz sicher eine mit der negativsten Resonanz.

Selbst wer die AfD nicht mag, findet Helge Lindh lächerlich

Die Kommentarspalten unter dem Video sind voll mit dem, was Helge Lindh immer bekommt: Hohn und Spott. „Ich halte nicht viel von der AFD“, bekennt ein Nutzer auf Facebook, „aber wenn ich dem zuhöre, frage ich mich, warum bekommt der Geld von unseren Steuern?“

Dass hier Steuergelder für Klamauk verpulvert werden, fällt sehr vielen Kommentatoren auf. Immerhin bekommen Bundestagsabgeordnete eine – wie es heißt – „Entschädigung“ von aktuell über 10.000 Euro.

Ein User schreibt nicht ohne Bedauern: „Was aus der SPD nur geworden ist, sieht man an Ihrer Person“. Ein wieder anderer meint schlicht: „Wirklich zum fremdschämen, was Sie da veranstaltet haben.“

Ob die Aktion von Lindh auch als Verächtlichmachung des Parlamentarismus gewertet wird? Mit Sicherheit nicht. Keine Pointe.