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Nach dem islamistischen Anschlag in Paris, bei dem ein Lehrer enthauptet wurde, weil er seinen Schülern Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte, herrscht in Politik und Medien die übliche Stille. So weit, so bekannt. Spannend ist dagegen ausgerechnet ein Facebook-Post der Linksjugend Leipzig.

»Für die Freiheit des Einzelnen, gegen den Islamismus.«

Auf Facebook postete die Jugendorganisation der Partei Die Linke ein Bild mit mutmaßlich anti-islamischen, bewaffneten Kämpfern aus dem Nahen Osten, die kämpferisch und siegessicher die Faust heben. Farblich hervorgehoben: eine Antifa-Fahne.

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via Facebook

Auch im Beitragstext selbst findet die Linksjugend klare Worte. Unter anderem schreibt sie, dass der Islamismus soweit von der befreiten Gesellschaft entfernt ist, wie der Faschismus.“ Abschließend fordert sie jeden Antifaschisten unmissverständlich zum Anti-Islamismus auf (Fehler übernommen):

»Jede*r Antifaschist*in die es mit dem guten Leben für alle ernst meint, muss sich auch solchem Wahn konsequent in den Weg Stellen.«

In den Kommentaren und Reaktionen gehen die Meinungen stark auseinander. Viele beschweren sich über den rechten oder „faschistischen“ Unterton des Beitrags:

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Manch einer wünscht sich sogar, dass die Bundespartei eingreift und der Post gelöscht wird.

via Facebook

Wieder andere befürworten die Aussage des Posts, halten ihn aber für ein reines Lippenbekenntnis. Die Realität sähe eben doch zu oft ganz anders aus:

via Facebook

Die Kommentare zeigen klar: Linken fällt es schwer, eine klare Grenze zum Islamismus zu ziehen. Sofort verdächtigt man einander des Rechtspopulismus und der Islamfeindlichkeit.

Der Fall erinnert an die gescheiterte „aufstehen“-Bewegung der Ex-Linke-Chefin im Bundestag, Sahra Wagenknecht. Zwischen 2018 und 2019 wollte die populäre Kommunistin ihre Partei dazu motivieren, kritisch über Einwanderung und Political Correctness zu diskutieren. Vergeblich.