Wer den Mainstream kritisiert, kann auch im Westen schnell zensiert werden. Und das trifft nicht nur Rechte.

Linker Filmemacher stellt »Klimaschützern« unangenehme Fragen

Der Dokumentarfilm Planet Of The Humans (2019) wurde von dem berühmten linken Filmemacher Michael Moore produziert. Moore wurde in den Medien stets für seine waffenkritischen und antikapitalistischen Filme gelobt. Aber diesmal kam es anders.

Denn in Planet Of The Humans werden die Akteure der Energiewende unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: ein Geflecht rücksichtsloser Milliardäre und Lobbyisten, die die Umwelt zerstören und sich dabei bereichern.

Die Heuchelei der »Umweltschützer«

Ganze Industrien verbrauchen Unmengen fossiler Brennstoffe für die Erzeugung „erneuerbarer Energien“. Für Biomasse werden Urwälder vernichtet und ganze Solarfelder können nicht ohne Gas-Pipeline betrieben werden.

Dank dieses Gaskraftwerks kann ein nahegelegener Solarpark betrieben werden.
Huron Mountain Films

Stars stehen auf der Bühne eines Umweltfestivals und verkünden, dass das ganze Festival über Solarenergie läuft. Hinter der Bühne brummen die Diesel-Generatoren, weil die Solaranlagen gerade mal einen Toaster versorgen können.

»Ich bekam das ungute Gefühl, dass grüne Energie uns nicht retten wird«

Die Botschaft ist klar: Die Bewegung für erneuerbare Energien ist eine Pseudo-Religion. Sie lügt den Menschen vor, sie könnten genauso weiterleben, wie bisher. Hauptsache, die CO₂-Bilanz passt.

Michael Moore drehte noch jüngst einen Anti-Trump-Film.
Sam Aronov – Shutterstock

In Wirklichkeit sind die „Alternativen“ noch viel umweltschädlicher als Kohle, Gas und Öl. Die einzige Chance bestehe in einer radikalen Veränderung des Konsums: „Ich bekam das ungute Gefühl, dass grüne Energie uns nicht retten wird“, sagt Moores Regisseur Jeff Gibbs.

Der Mainstream stellt sich auf den Kopf

Wer in der deutschen Presse nach Reaktionen auf den Film sucht, wird nichts Nettes finden. „Kapitalismuskritik mit Fake-Facts“, titelt die taz. Der Film sei „nicht ausgewogen“, schreibt Deutschlandfunk Kultur.

Abholzungen für den Betrieb von Biogasanlagen.
Huron Mountain Films

Dass „viele Fakten veraltet oder falsch seien“ behauptet in der Süddeutschen Zeitung ein Sprecher von Agora Energiewende – einer Lobbyorganisation, die von genau solchen millionenschweren Stiftungen finanziert wird, wie sie der Film kritisiert.

YouTube macht kurzen Prozess

Im englischsprachigen Raum wird ähnlich berichtet – und das hat Folgen. Als bereits 8,3 Millionen Menschen den kostenlosen Film auf YouTube gesehen haben, wird er einfach gelöscht. Damit nicht genug: Moores Kanal wird blockiert.

Huron Mountain Films

Der vorgeschobene Grund der Löschung ist eine angebliche Copyright-Verletzung. Massive Kritik zwang die Video-Plattform, den Film nach 12 Tagen wieder freizugeben – wodurch er noch bekannter wurde.