Es sieht zuerst nur nach einem bescheuerten Meme aus, aber dahinter steckt eine irre linke Verschwörungstheorie.

Verkehrte Welt im Löwen-Königreich

Im Disney-Klassiker „Der König der Löwen“ reißt der machtgierige Scar die Thronfolge an sich, indem er den eigentlichen Erben des Königreichs, Simba, durch eine List vertreibt.

Scar tötet den Vater des Löwenjungen und redet ihm die Schuld daran ein – wer hier Gut und Böse ist, ist eigentlich jedem klar.

@TheJessieWoo – via Twitter

Gut, anscheinend nicht jedem: Die haitianische Reality-TV-Darstellerin Jessie Woo ging mit einem Meme viral, das Scar als Helden und Simba als Bösewicht darstellt.
Auf den ersten Blick sieht es nach einem Witz aus, aber viele linke Journalisten aus den USA vertreten diese Theorie über den Kinderfilm wirklich!

Linke Journalisten empfinden „das politische System“ im „König der Löwen“ als unterdrückend

Doch wie kommt man auf solche Ideen? Linke Journalisten geben uns Antworten darauf.
So schreibt Evan Dashevsky auf der Blogging-Plattform „Medium“: „Das politische System der Löwen basiert auf Erbschaft und roher Gewalt. Aus einer modernen Perspektive ist das absolut rückständig und verletzend.

© Disney Enterprises, Inc.

Kann ihm jemand nochmal erklären, dass der Film buchstäblich König der Löwen heißt und, dass Löwen eben wilde Raubtiere sind und keine Regenbogen-Einhörner?
Scar ist für Dashevsky der eigentliche Held der Geschichte – Simba und seinen Vater sieht er dagegen als Vertreter eines totalitären Systems an.

Vorwurf: Disney stellt Homosexuelle als „queere Monster“

Wer mehr über das unterdrückerische System im Löwen-Königreich erfahren will, bekommt es von Jackson McHenry, Autor beim linken Kulturmagazin „Vulture“. Der behauptet, dass Scar ein für Disney-Filme typischer homosexueller Bösewicht sei.

© Disney Enterprises, Inc.

Was genau damit gemeint ist, führt McHenry nicht weiter aus. Überflüssig zu sagen, dass es keine Hinweise auf die sexuelle Orientierung von Scar gibt. Egal ob hetero oder schwul.

Trotzdem wirft McHenry Disney Schwulenfeindlichkeit vor und behauptet: „Die guten, heterosexuellen, symmetrischen Helden triumphieren immer über die Anderen: Queere Monster, die das System infizieren oder sich dagegen auflehnen.“

Forderung: Revolution in der Zeichentrick-Savanne

Das Queer-Magazin INTO setzt in einem Artikel über dasselbe Thema noch einen drauf: „Ich will nicht, dass ‚Der König der Löwen‘-Remakes den queeren Scar unter den Teppich kehren. Als ein schwarzer, homosexueller Mann freue ich mich über jede Repräsentation – notfalls auch in Form eines Bösewichts.“

© Disney Enterprises, Inc.

Und weiter: „Aber das heißt auch, die Geschichte von Scar zu verkomplizieren und ihn innerhalb rassischer Narrative von Männlichkeit und Queerness zu framen. Scar ist selbstsüchtig, aber seine ‚Revolution‘ verspricht Befreiung für unterdrückte Gruppen und eine Umverteilung des Reichtums des Löwen-Königreiches an die Hyänen im Schattenland.“

Dass Linke die Sexualität von Zeichentrick-Löwen für so wichtig halten, lässt nur eine Hoffnung: Hoffentlich fangen sie niemals an, bei Disney zu arbeiten.