Wer schon mal einen Teil der „Warcraft“-Videospielreihe gespielt hat, weiß, dass man sich in der Spielwelt Azeroth nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst. Ein linker Fan nimmt daran Anstoß.

Political Correctness hält Einzug in Azeroth

Der virtuelle Krieg zwischen Menschen, Zwergen, Orks und Nachtelfen in den Spielen der Warcraft-Reihe hält schon über 25 Jahre an. Ein entscheidendes Kernelement des Spiels ist es, dass die unterschiedlichen Völker sich gegenseitig bekämpfen. Dabei sind die Warcraft-Völker auf beiden Seiten weiß, schwarz, grün, untot und grau. Sogar schwarz-weiße Pandas gibt es.

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Genau dieses zentrale Element des Spiels, die Vielfalt, soll jetzt aufgrund politischer Korrektheit wegfallen. Jedenfalls wenn es nach dem linken Warcraft-Fan Scott F. Andrews geht: In einem Artikel für die Fan-Site „Blizzard Watch“ fordert er die Abschaffung des Kriegs zwischen den fiktiven Völkern des Videospiels.

Linker fordert Abschaffung des Kriegs zwischen Warcraft-Völkern

Darin schreibt er: „Jetzt ist es, mehr denn je, Zeit WoW’s ‚Rassenkrieg‘ zu beenden. Es wird Zeit, dass man nur noch zwischen Fraktionen und nicht mehr zwischen Rassen trennt. ‚Für die Horde‘ und ‚Für die Allianz‘ sind die zwei Schlachtrufe in WoW. Aber wenn man darüber nachdenkt: Sind sie wirklich anders als die ‚White Power‘-Rufe in den heutigen USA?“

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Der Autor verleiht seiner Kritik Nachdruck durch Verweis auf die BLM-Bewegung, deren Aufkommen er als einen historischen Moment bezeichnet. Ginge es nach ihm, sollte Spiele-Entwickler Blizzard „die Chance wahrnehmen und Veränderungen umsetzen“.

Autor vergleicht WoW mit historischer Rassentrennung

Schließlich kämpfe man als Spiel-Charakter in Azeroth für die Herrschaft eines Volkes über andere Völker, was sich „schon immer nicht okay“ angefühlt hätte und in diesem Jahr „einfach nur noch eklig“ wäre.

Andrews konkretisiert seine Änderungswünsche und fragt: „Wäre es komisch, wenn Menschen in Orgrimmar trainieren oder Orks ihre Einkäufe in Stormwind tätigen würden? Klar, zuerst, aber so war es bei jedem Beispiel historischer Rassentrennung.“

Spott auf Twitter: Fans machen sich über linken Einfall lustig

Die Warcraft-Fangemeinde reagiert mit einer Mischung aus Besorgnis und Belustigung. So schreibt ein Twitter-Nutzer: „Es heißt World of WARcraft und nicht World of Liebe, Frieden und Gänseblümchen. Die einzigen Gänseblümchen im Spiel werde ich auf den Gräbern meiner Gegner wachsen lassen.“

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Ein weiterer Nutzer verweist darauf, dass die Political Correctness inzwischen überall innerhalb der Videospiel-Welt Einzug finden würde und fragt sich, wie das Spiel in Zukunft überhaupt funktionieren soll.

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Ein pessimistischer Fan glaubt sogar, dass – sollte Blizzard wirklich der Aufforderung nachkommen – diese Veränderungen das Ende des beliebten Rollenspiels bedeuten würden.