Anzeige

In ihrem bisher nur auf Englisch erschienen Buch „Bier und Rassismus: Wie das Bier weiß geworden ist, warum das wichtig ist und die Bewegungen, die Veränderung bringen können“ geben die Professoren David L. Brunsma und Nathaniel Chapman Biertrinkern Nachhilfe-Stunden in Sachen Anti-Rassismus.

»Dringend notwendiges« Buch über Bier und Rassismus: Autoren wollen Weißheit der Craft-Beer-Szene beenden

„In den USA stand Bier immer in Verbindung mit Rasse, Rassismus und der Konstruktion weißer Institutionen und Identitäten“, heißt es so in der Buchbeschreibung. Besonders Craft Beer empfinden die beiden US-amerikanischen Professoren dabei als ein problematisches Feld voller „intersektionaler Ungleichheiten“.

Anzeige
Die Autoren Dr. Brunsma (li.) und Dr. Chapman (re.).
Screenshot Twitter

Das Ziel dieses „einzigartigen“ Buches sei es, so einen „dringend notwendigen, kritischen und interdisziplinären Weg zu finden, um die rassistischen Strukturen in der Produktion von Craft Beer und gewöhnlichem Bier zu prüfen“.

Die Kapitel des „dringend notwendigen“ Werks über Bier und Rassismus tragen dabei Namen wie “Das Brauen der Rasse“, „Rassismus, Brauerei und Trinkkultur in der US-amerikanischen Geschichte“, „Die Entstehung der (weißen) Craft-Bier-Industrie“, „Malz-Likör und die Rassifizierung des Geschmacks“ oder „#WeAreCraftBeer: Gegenwartsbewegungen zur Veränderung der Weißheit von Craft Beer.“

Andere linke Professoren zeigen sich begeistert, sprechen von »Weißer-Typ-mit-Bart-Kultur des Craft Beers« und halten Bier für nur »scheinbar harmloses kulturelles Produkt«

So schreibt Eli R. Wilson von der Universität Neumexiko über das Buch: „Von der rassistischen Werbung für Malz-Likör bis hin zu der Weißer-Typ-mit-Bart-Kultur des Craft Beers: Für die Leser wird ein schäumendes Glas Bier nach dem Lesen dieses Buches nie mehr dasselbe sein.“

Leider ist das Buch bislang bloß auf Englisch erhältlich.
Screenshot Twitter

Und Joseph Gertels von der University of Minnesota hält das Buch für eine „wichtige Ergänzung zur gerade entstehenden Literatur über Bier und Rassismus“.

Erik T. Withers von der Wisconsin River Falls-Universität erklärt: „Dieses Buch ist eine umfangreiche Analyse des Biers, eines scheinbar harmlosen kulturellen Produkts, das tiefe rassische Bedeutung haben und soziale Veränderungen bedeuten kann.“