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Marianne Williamson ist als Autorin, Spiritualistin und kurzzeitige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten bekannt. Trotz langjähriger Erfahrung als Predigerin und Pastorin lassen ihre Bibelkenntnisse bizarrerweise zu wünschen übrig.

Bibel würde Plünderungen nicht verbieten

In einem Tweet schrieb Marianne Williamson: „Es gibt Menschen in diesem Land, die sich mehr Sorgen um einen geplünderten Walmart machen, als um die Tötung eines unschuldigen Mannes. Viele von ihnen bemühen die Bibel, aber ‚Du sollst nicht plündern‘ steht dort nicht. ‚Du sollst nicht töten‘ sehr wohl.“ Die Reaktionen blieben nicht aus.

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Zahlreiche Twitter-Nutzer wiesen darauf hin, dass das siebte Gebot „Du sollst nicht stehlen“ lautet und auch Plünderungen umfasst. Knapp 12 Stunden später sah sich Williamson gezwungen, ihren Tweet näher zu erklären: „Tatsächlich steht ‚Du sollst nicht stehlen‘ drin. Aber mein Standpunkt in Bezug auf Prioritäten bleibt der gleiche.“

»Priorität: Greif nicht die Polizei an.«

Hintergrund von Williamsons Tweet war die Erschießung eines Schwarzen in Philadelphia. Dieser wurde mehrfach von Polizisten aufgefordert, sein Messer fallen zu lassen. Stattdessen lief er auf die zurückweichenden Beamten zu und wurde erschossen. Das löste eine Welle schwerer Plünderungen in Philadelphia aus.

Ein Twitter-Nutzer schrieb dazu: „Priorität: Greif nicht die Polizei an. Er ist also NICHT unschuldig.“ Marianne Williamson wiederum rechtfertigt den Angriff auf die Polzisten, weil sie „friedliche Proteste“ behindert haben sollen. Die Beamten seien deshalb die einzigen, die hier gegen die Gebote verstoßen hätten.

Ein weiterer Nutzer erklärt, dass das siebte Gebot im hebräischen Original nicht vom „Töten“, sondern vom „Morden“ spricht. Weil die Polizisten sich aber nach Vorschrift verteidigt hatten, könne nicht die Rede von einem Mord sein. Auf dieses Argument antwortete Williamson nicht mehr.