Schlagzeile: Drogen sind gefährlich. Klingt spießig, ist aber so. Und um das Kiffer-Bullshit-Bingo vorwegzunehmen: Ja, Alkohol und Nikotin sind auch Drogen und da könnte man sicher auch eine Menge drüber sagen. Da geht‘s aber hier nicht drum.

Hier geht es darum, das Märchen vom harmlosen Gras mal ganz ungechillt in die böse Welt der Realität zurückzuholen. Denn dafür, dass Marihuana – angeblich – völlig unproblematisch ist und ganz dringend legalisiert werden muss, gibt es doch ein paar interessante Nebenwirkungen:

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Klassiker. Schon klar, kein Kiffer ist süchtig, jeder hat die Kontrolle und könnte jederzeit aufhören, wenn er wollte. Tatsache ist aber, dass 9 Prozent aller Kiffer in die Sucht abrutschen. Unter Jugendlichen sind es sogar 16 Prozent. Harmlos geht anders.

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Zwei Stunden Lachflash und Druff-Sein gegen manchmal tagelange Tiefphasen mit teilweise fast schon depressiven Zuständen: Klingt nach genau dem schlechten Deal, der es auch ist. Kiffen bringt Endorphine auf Pump. Man nimmt quasi einen Glückskredit auf, gönnt sich einen Abend richtig und zahlt dann die nächsten Tage doppelt und dreifach zurück.

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Der im Gras enthaltene Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) beeinträchtigt Gedächtnis und Aufmerksamkeit – oft dauerhaft. Bereits nach einer kurzen Phase mit intensivem Konsum kann das Kurzzeitgedächtnis bis zu einem Vierteljahr beeinträchtigt sein.

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Studien haben nachgewiesen, dass der IQ jugendlicher Kiffer bis ins Erwachsenenalter um durchschnittlich 7 Punkte sinkt. Wer als Jugendlicher normal intelligent ist, gehört damit später zum unteren Drittel.

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Gras macht teilnahmslos, unmotiviert, träge und faul. Und weil das so ziemlich alles ist, was man braucht, um es im Leben zu nichts zu bringen, haben Kiffer auch rund 60 % schlechtere Karrierechancen. Schon klar: jeder Kiffer kennt jetzt diesen einen Typen, der trotzdem nur Einsen schreibt und Bushido hat ja auch Abitur und ist voll klug und so. Fakt ist aber: Kiffer haben in der Regel schlechtere Noten in der Schule und verdienen im Beruf unterdurchschnittlich.

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Drogensucht, Hormon-Chaos, versemmelte Existenz: dass Marihuana-Konsumenten eine besonders niedrige Lebenszufriedenheit zeigen, verwundert nicht wirklich. Gerade die „Dudes“, die in jungen Jahren immer besonders gechillt waren, sind wenig später oft bemitleidenswerte Wracks. Erhöhtes Depressionsrisiko inklusive.

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Schon durch geringste Mengen Cannabis verändert sich die graue Hirnmasse in der Amygdala. In diesem Gefühlsschaltzentrum werden Emotionen und Erregungen aller Art gesteuert. Je mehr die Amygdala verkümmert, umso wahrscheinlicher werden Veränderungen in der Persönlichkeit.

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Nicht wenige Menschen setzen auf Gras, um Ängste und Stress abzubauen. Blöderweise führt diese Pi-mal-Daumen-Eigentherapie oft zu einer regelrechten Abwärtsspirale: der Rausch scheint die Ängste kurzfristig zu lindern, tatsächlich werden sie vom Konsum aber verstärkt, was in der Folge zum erneuten Konsum führt. In der Konsequenz hat man mehr Angststörungen als vorher und entwickelt obendrein auch noch Suchtverhalten. Läuft.

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Desorientierung, Halluzinationen, Stimmen-Hören, gestörtes Ich-Gefühl, Verfolgungswahn: Auch handfeste Psychosen können durch Gras ausgelöst werden. Die meisten davon lassen sich zum Glück noch einigermaßen therapieren. Manche Kiffer bleiben aber auch langfristig in ihren Wahnvorstellungen gefangen.