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Seit rund einer Woche gibt es auf Netflix die 3. Staffel des Karate Kid-Serienablegers „Cobra Kai“. Wir verraten dir, warum sich das Anschauen wirklich lohnt.

Spin-Off nach 34 Jahren

1984 eroberte der Jugendfilm Karate Kid die Leinwände im Sturm. Die Geschichte des schlaksigen Daniel LaRusso, der von seinem japanischen Hausmeister Karate erlernt, um sich gegen Schläger an seiner neuen High School zu wehren, bot alles: Charisma, Drama, Spannung und Herz.

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Mehrere Fortsetzungen später ging das Franchise Mitte der 1990er Jahre in den Ruhestand – dachten wir! 2018 gelang den Fernsehmachern Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg das Unmögliche: Obwohl keiner danach verlangt hatte, setzten sie die Geschichte als Serie für YouTube fort und landeten einen Riesenhit.

Cobra Kai lockt seitdem nicht nur haufenweise neue Fans ins Dojo. Die nach zwei Staffeln von Netflix erworbene Serie gefällt vor allem auch Fans des Originals! Und das hat seine Gründe.

Fans werden respektiert!

Während andere Produzenten und Regisseure Fans liebgewonnener Helden regelmäßig ins Gesicht spucken, indem sie besonders progressiv sein oder in erster Linie dem chinesischen Markt gefallen wollen oder beides (Disneys Stars Wars, Ghostbusters und Terminator, um nur einige Beispiele zu nennen), nehmen die Macher die Fanbase dieses Mal verdammt ernst.

Wie die Macher von The Mandalorian, sind auch Hurwitz und Schlossberg echte Fans der Originalcharaktere. Eine Entmannung wie sie etwa Luke Skywalker in Die Letzten Jedi erfahren hat, muss bei Cobra Kai daher zum Glück niemand fürchten.

Im Gegenteil: Protagonist Johnny, der Schläger von damals, ist genauso ein Proll wie früher – und jetzt ein liebenswerter Loser. Schließlich rafft er sich auf, eröffnet das titelgebende Dojo und unterrichtet Schüler fortan in Karate. Safe Spaces gibt es bei ihm aber keine.

»Schwäche verboten!«

„Schwäche ist in diesem Dojo nicht gestattet“, macht er seinen in Watte verpackten Schülern deutlich. „Also lass gefälligst dein Asthma, die Erdnuss-Allergie und den anderen eingebildeten Mist zuhause.“ Mobbingopfern rät er:

„Hör auf so ’ne Nervensäge zu sein. Vielleicht wirst du dann nicht mehr verprügelt.“

Als auch Johnnys alter Widersacher Daniel ein Dojo eröffnet, entfacht die alte Rivalität zwischen den beiden erneut – und auch ihre Schüler geben sich bald so richtig auf die Mütze. Dennoch:

Die Macher wissen genau, was das Original so stark gemacht hat: Der Humor und die Kampfszenen wären nichts ohne die Charakterentwicklung und Emotion – von beidem hat Cobra Kai eine Tonne. Nicht zuletzt wird hier auch eine nahegehende Vater-Sohn/Tochter Geschichte erzählt.

Der Held: ein »böser weißer Mann«!

Ob beabsichtigt oder nicht: Abgehängt und am Boden liegend, wie wir den einstigen Sonnyboy zu Beginn der Serie wiedersehen, bietet der Blondschopf fast schon ein mediales Spiegelbild für den globalen Absturz des „bösen weißen Mannes“ in den letzten Jahren.

Ergebnis: Mit Johnny kann man sich identifizieren. Das kann man für die vielen woke-Figur*innen da draußen nicht gerade behaupten.

Fazit: Cobra Kai ist die Art von Serie, die Linke heimlich schauen. Trotz der politisch unkorrekten Breitseiten können selbst sie dem Unterhaltungswert bestimmt nicht widerstehen.