Der aktuellen Miss Swimsuit UK wurde der Titel aberkannt. Ihr Vergehen: Kritik an der einseitigen Bestürzung über Gewalt gegen Schwarze und die Meinung, dass „alle Leben wichtig sind“.

Erinnerung an Miss-Siegerin komplett ausgelöscht

Den verhängnisvollen Facebook-Beitrag zur Black Lives Matter-Bewegung postete die Siegerin des Schönheitswettbewerbs Miss Swimsuit UK 2019 Jasmine Archer-Jones (23) bereits am 1. Juni. Da schrieb die Schönheit:

Jasmine Archer-Jones bei einem Shooting.
Jasmine Archer-Jones – via Facebook

„Das ist lächerlich. Es MUSS AUFHÖREN. ALLE Leben sind wichtig [„All lives matter“, Red.], wenn man sich ausgiebig mit der Statistik beschäftigt, letztes Jahr STARBEN mehr UNBEWAFFNETE WEIßE als SCHWARZE.“

Wie die Sun berichtet, entfernte der Veranstalter daraufhin jede Spur von der Gewinnerin. Auf der Webseite missswimsuituk.co.uk fehlt nun jeder Verweis auf die Blondine. Als aktuelle Miss Swimsuit wird die Gewinnerin von 2018 gelistet.

Blond, nicht blöd

Die inzwischen in Texas lebende Archer-Jones schrieb in ihrem Post: „Ja, was George Floyd passiert ist, war falsch und unverzeihlich, aber das trifft auch auf viele andere Leute anderer Ethnien in vergleichbaren Situationen zu.

Das ist der Post, für den der Miss Swimsuit UK ihr Titel aberkannt wurde.
Jasmine Archer-Jones – via Facebook

Doch die fangen nicht zu protestieren und zu plündern an, nehmen nicht die Sozialen Medien ein, erfinden keinen Tag für ihre Rasse oder bringen 10,3 Millionen Dollar für die verstorbene Person auf.

Die Mehrzahl an Verbrechen und Todesfällen mit Schwarzen kommt von Verbrechen, die Schwarze in Amerika an Schwarzen verüben.“

Siebe Tote am ersten Protestwochenende

In ihrem Post erwähnte die Visagistin auch wegen der BLM-Proteste notleidende Geschäfte und getötete Unschuldige: „Davon kommt kein Schwarzer von den Toten zurück“, schrieb sie, „es bringt der Familie keine Gerechtigkeit ein“.

br-photo – iStock

Zum Zeitpunkt ihres Posts, hatten US-Medien berichtet, dass das erste Protestwochenende nach George Floyds Tod landesweit sieben Todesopfer gefordert hatte. Später kam es zu zahlreichen weiteren Todesopfern in von BLM-Anarchisten besetzten Zonen – u.a wurde in Atlanta ein 8-jähriges schwarzes Mädchen erschossen.

Floyd kein unschuldiges Opfer?

Der 46-jährige Floyd war am 25. Mai während einer Polizeikontrolle von einem weißen Polizisten, der auf dessen Hals kniete, erstickt worden.

George Floyd wurde von Polizisten getötet.

Archer-Jones hinterfragte nicht nur die Umstände von Floyds Tod, sondern auch dessen Unschuld: „Es gibt Aufnahmen, die zeigen, dass er sich weigerte aus dem Wagen zu steigen“, bemerkte sie, „was es der Polizei erlaubt, ihn mit allen verfügbaren Mitteln festzuhalten. Außerdem SOLL er Drogen genommen haben, doch ich bezweifle, dass sie jetzt die Autopsie veröffentlichen…“

Da täuschte sie sich. Der Autopsiebericht ist online abrufbar. Demzufolge hatte Floyd zum Todeszeitpunkt das Betäubungsmittel Fentanyl und Methamphetamine (u.a. in Crystal Meth) im Blut.

Eine Miss, die selbstständig denkt, ist unerwünscht

Dass Archer-Jones ihrem mittlerweile gelöschten Beitrag eine Triggerwarnung vorausgeschickt hatte („PERSÖNLICHE MEINUNG! Wenn ihr sie nicht wissen wollt, dann lest sie nicht.“), interessierte die Veranstalter des Schönheitswettbewerbs nicht. Sie erkannte ihr den Titel ab.

Jasmine Archer-Jones bei ihrer Krönung als Miss Swimsuit UK.
Jasmine Archer-Jones – via Facebook

Zum Zeitpunkt ihres Posts hatte die Organisation BLM bereits Unterstützung signalisiert. Auf Instagram schrieb sie: „Wann wird die Menschheit endlich ein für alle Mal kapieren, dass wir alle gleich sind? Liebt einander.“

Solch hohle Wohlfühl-Statements entsprechen eher dem Klischee von Miss-Wettbewerben als der unangenehme Beitrag der nun ehemaligen Miss Swimsuit UK 2019.