Rap-Star und Ehemann von Kim Kardashian, Kanye West, machte Schlagzeilen durch abtreibungskritische Äußerungen.

Gerade linke Anhänger der „Black Lives Matter“-Bewegung bezeichneten ihn danach als verrückt. Aber so leicht ist es nicht.

„Mein Vater wollte mich abtreiben lassen“

Kanye West hatte Anfang Juli überraschend angekündigt, bei den US-Wahlen im November als Präsidentschaftskandidat anzutreten. Bei seiner ersten Wahlkampfveranstaltung positionierte er sich klar gegen Abtreibung – und erzählte erstmals etwas sehr Persönliches.

US-Rapper Kanye West (43).
kanyewestt_official – via Instagram

In seiner Rede sagte er, dass sein Vater ihn habe abtreiben wollen. Seine Mutter hätte ihm das Leben gerettet. Und dann beichtete er selbst etwas!

„Ich hätte fast meine Tochter getötet!“

Unter Tränen gestand Kanye West, dass er und seine Frau Kim Kardashian über eine Abtreibung ihrer jüngsten Tochter North nachgedacht haben. Zum Glück, sagt er, haben sie sich doch noch dazu entschieden, das Kind zu behalten. Die heute 7-Jährige gilt als das Ein und Alles des US-Megastars.

Kanye West und Kim Kardashian mit ihren Kindern. Tochter North (7) ganz rechts.
kanyewestt_official – via Instagram

Der Gedanke, fast seine eigene Tochter getötet zu haben, beschäftigt West bis heute. Was menschlich und nachvollziehbar klingt, wird seitdem von vielen Medien als Ausdruck psychischer Probleme dargestellt. Doch jetzt legte West heftige Zahlen nach und entlarvt, wer in der Sache eigentlich irrational ist.

„Mehr als 22.500.000 schwarze Babys wurden in den letzten 50 Jahren abgetrieben“

Auf Twitter antwortet Kanye West seinen Kritikern, die vor allem auch weiße Anhänger der „Black Lives Matter“-Bewegung sind. Sein starkes Statement:

„Ich habe wegen des Gedankens geweint, fast meine Erstgeborene abgetrieben zu haben und jeder hat sich Sorgen um mich gemacht. Ich mache mir Sorgen um eine Welt, die glaubt, man sollte über so etwas nicht weinen.“

Auf Twitter erklärt Kanye West seine Tränen und geht in die Offensive.
@kanyewest – via Twitter

Im Anschluss postete er, dass in den letzten fünf Jahrzehnten mehr als 22,5 Millionen schwarze Babys abgetrieben worden seien. Die Zahl liegt im Rahmen realistischer Schätzungen. Genaue Werte sind unbekannt, da Abtreibungen in den USA nicht meldepflichtig sind.

Black Lives Matter-Anhänger feiern Millionen tote schwarze Babys

Die Reaktionen auf den Tweet von Kanye West sind heftig. Viele Leute feiern mit den vielen abgetriebenen Kindern buchstäblich „22,5 Millionen mal Freiheit“.

Nutzer kommentiert, dass vor allem weiße Männer mit komischen Frisuren Kanye Wests Äußerungen kritisieren.
@kanyewest – via Twitter

Auffällig: Unter den Kritikern sind auffällig viele männliche weiße „Black Lives Matter“-Anhänger, die den schwarzen Rapper beschimpfen und belehren. Einer von ihnen schreibt: „Kein Uterus, keine Meinung“ und merkt gar nicht, wie er sich mit seinem Kommentar selbst delegitimiert.

Viele schwarze Nutzer dagegen sprechen Kanye West Mut und Unterstützung zu.