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In einem Instagram-Post gratulierte die Linksjugend Solid Nordrhein-Westfalen dem kommunistischen Massenmörder und Diktator Wladimir Iljitsch Lenin zum Geburtstag. Die Reaktionen zeigen: Sogar andere Linke sind verstört.

Linksjugend: »Auch heute können wir noch viel von ihm lernen.«

„Auch heute können wir, als revolutionärer und marxistischer Jugendverbund, noch viel von ihm lernen. Das Studieren seiner Schriften ist elementar für jede*n Marxist*in, doch Lenin lehrte auch, dass die revolutionärste Theorie nichts taugt ohne eine revolutionäre Praxis.“

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Bizarrer Post der Linksjugend irritiert selbst Linke.
Screenshot Instagram

Was sich nach der Kundgebung einer DDR-Jugendorganisation anhört, ist tatsächlich ein verstörender Instagram-Post der NRW-Jugendorganisation der Partei DIE LINKE.

Die gratulierte Diktator und Massenmörder Lenin zum 150. Geburtstag – und forderte ihre Anhänger dazu auf von dem sozialistischen Schreckensherrscher und Demokratiefeind zu lernen.

Das Terror-Regime der Sowjetunion mit seinen etwa 20 Millionen Toten bezeichnet die linke Jugendorganisation dabei als „größte Demokratie der bisherigen Menschheit“, bedankt sich bei Lenin und kündigt an: „Der Kampf geht weiter!“

Kritik an Lenin-Post: Selbst Linke können die Partei DIE LINKE nicht mehr ernst nehmen

In den sozialen Medien erntet die Linksjugend Kritik für ihre umstrittenen Geburtstagswünsche. So schreibt Instagram-Nutzer „jannikberbalk“, SPD-Mitglied und „Fridays for Future“-Unterstützer, resigniert: „Warum man die Linke nicht mehr ernst nimmt – Part 4 von 21…“

In Gelsenkirchen stellte Die Linke jüngst sogar eine Lenin-Statue auf.
Oleg Elkov – iStock (Symbolbild)

Auch User „the_queer_cousin_“ hat eine klare Meinung zum Post: „Alles Gute, Verräter des Proletariats! Hoffe, du feierst schön, du Schlächter von Kronstadt!“

Mit der Titulierung Lenins als „Schlächter von Kronstadt“ spielt der Verfasser des Kommentars vermutlich auf die Niederschlagung des Kronstädter Matrosenaufstands im Jahr 1921 an. Damals wehrten sich russische Matrosen und Marine-Soldaten gegen den diktatorischen Einfluss der kommunistischen Partei.

Die Folge: Hunderte Rebellen wurden ohne Prozess erschossen, 2.000 zum Tode verurteilt und der Rest zu Zwangsarbeit und Konzentrationslager verdammt oder in Eiswasser ertränkt. Aber das ist kein Grund, nicht zum Geburtstag zu gratulieren, oder?