Mehr als 850.000 mal wurde ein Video von zwei Pferden aufgerufen, die nicht über einen LGBTQ-Zebrastreifen gehen wollen. Einige Zuschauer beleidigen die Tiere.

„Homophobe Pferde“ lösen tausende Reaktionen aus

Aufgenommen wurde das Video bei einer Anti-Corona-Demo in Sheffield, Großbritannien. Die Polizei nutzte für ihren Ordnungseinsatz auch eine Reiterstaffel.


Auf dem Video, das ein Demobesucher aufgenommen hat, ist zu sehen, wie die beiden Tiere die Straße entlang gehen – zuerst noch ruhig und geordnet nebeneinander. Dann aber kommen sie zu einem Regenbogen-Zebrastreifen, wie es sie auch in vielen Städten Großbritanniens inzwischen gibt.

Plötzlich werden die Pferde nervös. Sie weigern sich weiterzugehen. Die Reiter haben Mühe, die Tiere zu bändigen – dann nehmen sie Reißaus. Anstatt über den bunten, solidarischen Zebrastreifen zu schreiten, gehen sie im weiten Bogen drumherum.

Einige beleidigen die Pferde, die meisten lachen einfach

Was nicht ausbleiben konnte: Einige erkennbar linke Nutzer beschimpfen ernsthaft die Pferde als „homophob“. Ein Kommentar meint in kreativloser Anspielung auf die Polizeigewalt-Debatte: „Klar, es sind ja auch Polizeipferde.“

Zahlreiche weitere schreiben getriggert: „Das ist nicht witzig.“ Einer sagt sogar: „Das hochzuladen, ist nur noch krank.“


Die meisten Nutzer finden das Video aber einfach lustig. Viele raten den Pferden ironisch, doch besser mal sensibilisierende Antidiskriminierungskurse zu machen. Auch schwule User können drüber lachen. Einer schreibt: „Ich bin selbst schwul und finde das einfach witzig.“

Denn natürlich sind die Tiere nicht „homophob“: Ein Experte erklärt in den Kommentaren, dass Pferde einfach weniger Farben als Menschen sehen können. Wahrscheinlich sah der Regenbogen für sie so aus, als würde da teilweise der Boden fehlen.