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Auch eine Stiftung für Menschen mit Haarausfall wolle den Film boykottieren.

Kinderfilm zeichne Betroffene als Gruselschurken

Der Film Hexen hexen von Starregisseur Robert Zemeckis (Forrest Gump) erzürnt linke Menschen mit Handdeformationen. Die Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik) zeigt nämlich eine Hexe, die an jeder Hand nur drei Finger hat.

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Es sei „erschütternd“, klagt ein Verein auf Twitter, der sich für Menschen mit sogenannten Reduktionseffekten einsetzt, dass man die von Anne Hathaway verkörperte Figur durch dieses Merkmal gruseliger machen wolle.

Eine betroffene Aktivistin namens Becky Grant wirft dem Studio vor, es versuche, „Zuschauer zu überzeugen, dass Menschen mit Gliedmaßenunterschieden böse, gruselig und Schurken sind.“

Hathaway entschuldigt sich für verursachten »Schmerz«

Weil die Filmhexen glatzköpfig sind, fühlen sich auch Linke mit Haarausfall (Alopezie) diskriminiert. So teilte die Stiftung Alopecia UK auf ihrem Twitterkanal unlängst eine Petition, den Film zu boykottieren.

Die Urheberin der Petition, die Mutter eines betroffenen Sohnes ist, schreibt: „Anne Hathaways Darstellung ihres Charakters mit fehlenden Fingern erinnert mich an weiße Schauspieler, die ein schwarzes Gesicht aufsetzen.“

Hathaway selbst hat sich für den Auftritt inzwischen entschuldigt. „Als jemand, der wirklich an Inklusivität glaubt“, teilt sie auf Instagram mit, „und Unmenschlichkeit wirklich, wirklich verabscheut, schulde ich Euch allen für den ausgelösten Schmerz eine Entschuldigung“.